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Gesetz über die Berufe in der Altenpflege (Altenpflegegesetz - AltPflG)
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Mit dem Altenpflegegesetz des Bundes, das am 1. August 2003 in Kraft getreten ist, wird die Ausbildung in der Altenpflege erstmals bundeseinheitlich geregelt. Das Bundesgesetz l�st die unterschiedlichen Bestimmungen in den 16 Bundesländern ab. Die Ausbildung in der Altenpflegehilfe wird hingegen weiterhin von den Bundesländern geregelt.

Ziel des Gesetzes ist es, bundesweit ein einheitliches Ausbildungsniveau sicherzustellen, das Berufsbild attraktiver zu gestalten und dem Beruf insgesamt ein klares Profil zu geben. Dies wird dadurch erreicht, dass die Ausbildungsstrukturen, Ausbildungsinhalte und Pr�fungsanforderungen bundesweit einheitlich geregelt werden.

Die Altenpflegeausbildung wird grunds�tzlich drei Jahre dauern. Eine Erstausbildung wird generell möglich sein. W�hrend der gesamten Ausbildungszeit besteht ein Anspruch auf Ausbildungsverg�tung. Abschlusszeugnisse werden überall in Deutschland gleichwertig sein. Die Berufsbezeichnungen werden gesch�tzt.

Die wesentlichen Inhalte des Altenpflegegesetzes

  • Das Gesetz regelt die Ziele der Altenpflegeausbildung. Die Ausbildung soll die Kenntnisse, F�higkeiten und Fertigkeiten vermitteln, die zur selbst�ndigen und eigenverantwortlichen Pflege einschlie�lich der Beratung, Begleitung und Betreuung alter Menschen erforderlich sind (� 3).


  • Die Ausbildung zur Altenpflegerin/zum Altenpfleger dauert drei Jahre. Dies gilt auch für Umschulungen. Sie besteht aus theoretischem und praktischem Unterricht und einer praktischen Ausbildung, wobei die Ausbildung in der Praxis überwiegt. Eine Teilzeitausbildung ist möglich (� 4 Abs. 1, 5).


  • Die Altenpflegeschule tr�gt die Gesamtverantwortung für die Ausbildung. Sie f�hrt den Unterricht durch und stellt die Praxisbegleitung sicher (�� 4 Abs. 4). Die Regelung der Strukturen und der Finanzierung der schulischen Ausbildung bleibt eine Angelegenheit der L�nder.


  • Die praktische Ausbildung erfolgt in Altenheimen bzw. station�ren Pflegeeinrichtungen und in ambulanten Pflegediensten. Dies ist verpflichtend. Zus�tzlich k�nnen weitere Ausbildungsabschnitte in anderen Einrichtungen für alte Menschen stattfinden (� 4 Abs. 3).


  • Es gibt einen Träger der praktischen Ausbildung, der den Ausbildungsvertrag mit der Sch�lerin/dem Sch�ler abschlie�t. Diese Aufgabe kann von einer station�ren Pflegeeinrichtung bzw. einem Altenheim oder einem ambulanten Pflegedienst wahrgenommen werden. Die Einrichtung muss mit einer Altenpflegeschule einen Kooperationsvertrag abgeschlossen haben oder selbst eine staatlich anerkannte Altenpflegeschule leiten (� 13 Abs. 1).


  • Zugangsvoraussetzung zur Ausbildung in der Altenpflege ist der Realschulabschluss oder ein als gleichwertig anerkannter Bildungsabschluss. Personen mit Hauptschulabschluss werden zugelassen, wenn sie eine anderweitige zweij�hrige Berufsausbildung nachweisen oder den Altenpflegehelfer- bzw. Krankenpflegehelferberuf erlernt haben (� 6).


  • Eine Verk�rzung der Ausbildung ist bei einschl�gigen Berufserfahrungen möglich. Hierüber entscheidet die zust�ndige Beh�rde im Einzelfall (� 7).


  • Die Sch�lerin/der Sch�ler hat einen Anspruch auf Ausbildungsverg�tung w�hrend der gesamten Ausbildungszeit. Die Verg�tung zahlt der Träger der praktischen Ausbildung. Die entsprechenden Kosten k�nnen in den Pfleges�tzen ber�cksichtigt werden (�� 17, 24). Die L�nder erhalten die möglichkeit, ein Umlageverfahren zur Refinanzierung der Kosten der Ausbildungsverg�tung einzuf�hren. Die Umlagefinanzierung stellt jedoch keine Alternative zur Abrechnung nach � 24 dar. Die L�nder k�nnen sie nur einf�hren, wenn sie erforderlich ist, um einen Mangel an Ausbildungspl�tzen zu verhindern oder zu beseitigen (� 25).


  • Die Berufsbezeichnungen "Altenpflegerin" und "Altenpfleger" werden gesch�tzt (�� 1, 27).


  • Sch�lerinnen und Sch�ler, die ihre Ausbildung vor dem 1. August 2003 beginnen, k�nnen diese nach dem bisherigen Landesrecht beenden.


  • In das Krankenpflegegesetz und das Altenpflegegesetz sind Regelungen aufgenommen worden, die es den Ländern ermöglichen, zeitlich befristet von bestimmten Gesetzesvorschriften abzuweichen. Damit werden die Voraussetzungen für die Erprobung integrierter Ausbildungsmodelle zur Weiterentwicklung der Pflegeberufe geschaffen (� 4 Abs. 6).


Downloads

Altenpflegegesetz in der seit dem 1.8.2003 geltenden Neufassung (PDF, 505 KB)

�nderung des Altenpflegegesetzes zum 1. August 2003 durch das Gesetz über die Berufe
   in der Krankenpflege und zur �nderung anderer Gesetze (PDF, 55 KB)


Zeittafel zum Gesetzgebungsverfahren, Inkrafttreten (PDF 55 KB)

Schaubild "Rechtliche Strukturen der Ausbildung in der Altenpflege ab
   dem 01.08.2003" (PDF 55 KB)


Schaubild "Grundz�ge der Ausbildung in der Altenpflege ab
   dem 01.08.2003" (PDF 56 KB)





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