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07.06.2006    Demographischer Wandel Newsmeldung versenden Drucken

Jedes zweite Unternehmen ist schlecht auf den
demografischen Wandel vorbereitet


Die Zukunft des Mittelstandes sieht alt aus. Viele Unternehmen werden sich daher schon in naher Zukunft mit einer bedarfsorientierten Personalpolitik auf die Folgen des demografischen Wandels einstellen müssen…

Bonn - Laut einer von der DSL German Seniors in Auftrag gegebenen aktuellen Umfrage sind die Folgen des demografischen Wandels schon jetzt deutlich spürbar. So gab jeder Zweite an, auf die Folgen des demografischen Wandels nicht gut vorbereitet zu sein.

Dramatisch sinkende Geburtenraten und steigende Lebenserwartungen führen ab spätestens 2010 dazu, dass die Anzahl jüngerer Erwerbstätiger sinkt und die der älteren steigt. Den Betrieben wird es zunehmend schwerer fallen, junge Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen. Ertragsstarke Großunternehmen, die gute Löhne zahlen können, einer attraktiven Branche angehören und möglicherweise noch in einer Großstadt angesiedelt sind, werden weiterhin in der Lage sein, ihre Belegschaften "jugendzentriert" zusammenzusetzen. Kleine und mittelständische Unternehmen könnten demgegenüber das Nachsehen haben.

Trotz hoher Arbeitslosigkeit und zurückhaltender Beschäftigungsplanungen ist der Fachkräftemangel bei mittelständischen Unternehmen schon jetzt ein Problem, wie die Umfrage bei 400 mittelständischen Unternehmen zeigt.

68 Prozent der Befragten gaben an, bereits jetzt oder in naher Zukunft Probleme bei der Besetzung von Fach- und Führungskräften zu haben. Bemerkenswert ist, dass dieser Engpass nicht nur in mathematisch-naturwissenschaftlich-technisch orientierten Bereichen besteht, sondern auch bei allgemeinen Führungs- sowie Managementpersonal befürchtet wird. Insgesamt fühlt sich jeder zweite mittelständische Betrieb schlecht auf den demografischen Wandel vorbereitet.

"Viele Unternehmen werden sich daher schon in naher Zukunft mit einer bedarfsorientierten Personalpolitik auf die Folgen des demografischen Wandels einstellen müssen", so Erhard Hackler, geschäftsführender Vorstand der DSL German Seniors. Die von der DSL mitentwickelte Initiative "Erfahrung Deutschland" stellt dem Mittelstand Experten im Ruhestand als Berater zur Seite, um sich auf die Herausforderung des demografischen Wandels rechtzeitig vorzubereiten. Gerade das vom Mittelstand hoch geschätzte Erfahrungswissen dieser Experten kann in allen Bereichen der Betriebsführung helfen, unternehmensspezifische Lösungen zu finden.

Die Initiative zur Erfassung und Bereitstellung von Expertenwissen ist bisher einzigartig. Sie bringt Experten im Ruhestand, die ihr Wissen und ihre Erfahrung weiterhin positiv einsetzen wollen, mit Unternehmen zusammen, die die Herausforderungen und Chancen des demografischen Wandels erkannt haben. Nähere Informationen erhalten interessierte Experten und Unternehmen unter www.erfahrung-deutschland.de



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Fassung vom: 01.04.2003