Kostenlose Stellenanzeige - Angebote und Gesuche für die Altenpflege in der CareLounge Jobbörseanzeige
::CareLounge
::PflegeBerufe
::SozialBerufe
::AltenPflege
Mitglied werden
   
   News    Kommentare zu dieser Newsmeldung

13.11.2015    Politik - Bundesebene Newsmeldung versenden Drucken

Pflegestärkungsgesetz II: Wichtiger Schritt zur Reform der Pflege

„Die Neufassung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs stellt den wichtigsten Reformschritt seit Einführung der Sozialen Pflegeversicherung 1995 dar“, erklärte der Präsident der Volkssolidarität, Wolfram Friedersdorf…

Berlin - „Die Neufassung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs stellt den wichtigsten Reformschritt seit Einführung der Sozialen Pflegeversicherung 1995 dar“, erklärte der Präsident der Volkssolidarität, Wolfram Friedersdorff, am Donnerstag anlässlich der Verabschiedung des Pflegestärkungsgesetzes II (PSG II) im Deutschen Bundestag am 13. November.

„Mit diesem Schritt ist aber angesichts schon bisher praktizierter hoher pflegefachlicher Standards nicht zu erwarten, dass die Pflege von heute auf morgen völlig neu ausgestaltet wird.“ Die Volkssolidarität begrüße, dass mit der Neufassung des Begriffs der Pflegebedürftigkeit eine Gleichbehandlung von somatischen, kognitiven und psychischen Beeinträchtigungen gesichert werde. Das gelte ebenso dafür, dass die Benachteiligung von pflegebedürftigen Menschen mit demenziellen oder psychischen Erkrankungen im Leistungsrecht der Pflegeversicherung überwunden werde, so Friedersdorff. „Jetzt wird viel davon abhängen, wie es gelingt, den Übergang in die ab 2017 geltende neue Pflegesystematik zu vollziehen. Da künftig mehr pflegebedürftige Menschen leistungsberechtigt sein werden, wird die Absicherung der Dienste und Einrichtungen mit ausreichendem Pflegefachpersonal zu einer Schlüsselfrage“, betonte der Verbandspräsident.

Er kritisierte zugleich die unzureichende Dynamisierung der Pflegeleistungen im PSG II. „Wir können es uns nicht leisten, einerseits berechtigt hohe Anforderungen an die Qualität der Pflege zu stellen und andererseits einen Ausgleich der über viele Jahre eingetretenen Wertverluste bei den Pflegeleistungen weiter vor uns her zu schieben.“ Deshalb fordere die Volkssolidarität weiterhin eine regelgebundene jährliche Anpassung der Pflegeleistungen, die die Preisentwicklung – einschließlich die notwendigen Aufwendungen für Löhne und Gehälter – umfassend, d. h. auch prospektiv, berücksichtige.

„Nicht zu übersehen ist auch, dass die Pflegeversicherung ihren ‚Teilkasko‘-Charakter beibehält“, so der Verbandspräsident. Die Volkssolidarität setze sich für die Stärkung der Pflegeversicherung als Solidarsystem ein. „Wachsende Pflegekosten dürfen nicht auf pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen verlagert werden. Die demographische Entwicklung spricht dafür, endlich einen Finanzausgleich zwischen Sozialer und privater Pflegeversicherung auf den Weg zu bringen. Wir befürworten weiterhin eine Bürgerversicherung für die Pflege.“



Weitere News zum Thema:
13.11.2015 Pflegebedürftigkeit wird künftig nicht nur körperlicher Pflegebedarf berücksichtigt
08.09.2007 Der Tagesspiegel: Laut Union ist die bezahlte Pflegezeit nicht realisierbar…
08.07.2007 SoVD begrüßt saarländische Bundesratsinitiative zur Pflegezeit
19.04.2007 SoVD fordert: Pflegezeitgesetz jetzt!
03.01.2007 NRW: Einführung einer Pflegezeit ist TOP-Thema in 2007
21.11.2006 83. Konferenz der Arbeits- und Sozialminister: Für die Einführung einer Pflegezeit
21.11.2006 Fallen 50% aller Pflegebedürftigen aus dem sozialen Netz heraus?
20.11.2006 SoVD: Pflegezeit muss für alle Betriebe gelten
06.11.2006 Pflegereform: Koalition plant Pflegezeit
07.07.2006 SoVD begrüßt saarländische Bundesratsinitiative zur Pflegezeit
12.06.2006 SoVD legt Entwurf für ein Pflegezeitgesetz vor
12.10.2005 SoVD und ver.di fordern die Einführung eines Pflegezeitgesetzes

div>