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Hermann Hesse: Altern Drucken

So ist das Atern: was einst Freude war,
Wird Mühlsal, und der Quell rinnt trüber,
Sogar der Schmerz ist seiner Würze bar -
Man tröstet sich: bald ist's vorüber.

Wogegen wir uns einst so stark gewehrt:
Bildung und Last und auferlegte Pflichten,
Hat sich in Zuflucht und in Trost verkehrt:
Man möchte doch sein Tagwerk noch verrichten.

Doch reicht auch dieser Bürgertrost nicht weit,
Die Seele dürstet nach beschwingtern Flügen.
Sie ahnt den Tod, weit hinter Ich und Zeit,
Und atmet tief ihn ein in gierigen Zügen.

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