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Was hei�t Alter Drucken

Das kalendarische Alter

Das Alter eines Menschen läßt sich anhand des Geburtsdatums berechnen. Das kalendarische Alter ist für den tatsächlichen Verlauf des Altwerdens jedoch nicht von unmittelbar Bedeutung, da Altwerden je nach Person immer anders empfunden, ge- und erlebt wird. Das kalendarische Alter dient der Organisation von gesellschaftlichen Abläufen und hat somit durchaus im Leben eines Menschen seine Bedeutung. So sind der Zeitpunkt des Schuleintritts, des Rentenalters, der Volljährigkeit u.a. per Gesetz vorgegeben. Diese Kriterien dienen als Orientierungspunkte im Prozeß des Älterwerdens.

Das biologische Alter

Unter biologischem Alter versteht man die nachlassende Fähigkeit des Körpers, Schädigungen und Funktionsstörungen des Organismus zu beheben oder aufzufangen. Diese biologischen Veränderungen verlaufen dennoch bei allen Menschen unterschiedlich, da biologische Alternsprozesse immer zugleich biographische sind. Primär treten im hohen Alter Funktionsstörungen im Herz-Kreislaufsystem, der Lungen- und Nierenfunktion auf. Die Haut altert, was bedeutet, daß die Zellen nicht mehr regeneriert werden können. Einige Veränderungen können mittels Hilfen eine Selbständigkeit weiterführen (Brille, Gehhilfen).

Das psychologische Altern

Entgegen gängiger Meinungen nimmt die geistige Leistungsfähigkeit im Alter nicht in dem Maße ab, welches man unterstellt. Geistige Veränderungen entspringen meist einem Krankheitsbild. Intellektuelle Leistungen sind vielmehr davon abhängig, in welchem Maße man sie im Laufe des Lebens gefördert hat. Ebenso hängen psychische Veränderungen vielmehr von Schicksalen, Ereignissen und sozialen Faktoren ab, denn vom Alter. Oftmals ist der Begriff "altern" sehr negativ besetzt. Psychologisch altern kann immer einen Reifungsprozeß beinhalten.

Das soziologisches Altern

Das Schlagwort: "Altern als soziales Schicksal" hat innerhalb der soziologischen Betrachtungen seine unumstößliche Berechtigung. Das Schicksal alter Menschen ist sowohl ein Einzelschicksal, denn auch ein Kohortenschicksal (Gruppe gleichermaßen Betroffener). Die "Rollentheorie" besagt, daß gesellschaftliche Faktoren das soziale Handeln von alten Menschen prägen und beeinflussen. Die Adaption einer Rolle ist notwendig, wenn man sich sozial konform verhalten möchte. Durch Kommunikation und Medien werden Bilder mit dem Alter assoziiert und an die Alten herangetragen. Altsein ist somit eine soziale Position an die Erwartungen geknüpft sind. Innerhalb der sozialen Rollen existieren Normen (Verhaltensvorschriften) deren Ausführung kontrolliert wird durch Sanktionen (Anerkennung, Belohnung, Bestrafung, Ablehnung). Eine soziale Rolle ist immer geknüpft an das soziale System. Zudem existieren Symbole, die eine Rolle markieren (Bildung, beruflicher Status, Statussymbole u.a.). Siehe auch: Soziologie des Alters