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Herr Jochen Gust
Berater von Angehörigen Demenzkranker beim Alzheimerforum, Berlin
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04.01.2005  Alzheimer/Demenz

Neuerungen und Neujahrswünsche

Bereits durch die Gesundheitsreform 2004 haben sich viele Dinge im Gesundheitswesen verändert. Längst nicht nur zum positiven für die Kranken- und Pflegeversicherten. Auch das neue Jahr 2005 hält Änderungen im Gesundheits- und Sozialwesen bereit.

Im Gesundheitswesen ändert sich viel, ebenso wie im Sozialhilferecht. Veränderungen sind auch zwingend erforderlich, wollen wir unser Gesundheitssystem auf seinem gewohnt hohen Niveau halten. Viele Einschnitte sind schmerzhaft, und finden längst nicht bei allen Bürgern anklang. Neben eher „populären“ Änderungen z.B. für Arbeitslose gibt es auch einige Veränderungen, die insbesondere Pflegebedürftige betreffen. In die Pflegeversicherung bezahlen Kinderlose ab 01. Januar 2005 einen um 0,25% höheren Beitrag ein. Die Erhöhung tragen dabei allein die Arbeitnehmer, deren Anteil des Beitrages damit auf 1,1% steigt. Der Arbeitgeberanteil bleibt unverändert gleich. Von diesem Zuschlag sind Empfänger des Arbeitslosengeldes II befreit.
Auch Medikamente werden 2005 teurer. Für mehr als 300 verschiedene Arzneimittel hat die Pharmaindustrie Preiserhöhungen zwischen 5 und 15% beschlossen. Zu beachten ist, dass seit dem 1. April 2004 eine Ausnahmeliste existiert. Seit dem 01. Januar 04 müssen rezeptfreie Medikamente (freiverkäufliche Arzneimittel) grundsätzlich vollständig vom Patienten selbst bezahlt werden. Bestimmte Medikamente werden dennoch von den Kassen bezahlt, wenn sie bei schwerwiegender Krankheit als Therapiestandard anerkannt sind. Dazu gehört zur Behandlung einer Demenz Ginkgo-Biloba-Extrakt. Entsprechend steht dies in der Ausnahmeliste die im Internet unter www.g-ba.de abgerufen werden kann.

Auch das Sozialhilferecht wird zum 01. Januar 2005 reformiert. Bis dato setzte sich das sogenannte Taschengeld für Bewohner von Alten- und Pflegeheimen aus einem Grundbetrag und einem Zuschlag zusammen. Für Pflegebedürftige die nach dem 01. Januar in eine Altenheim ziehen, fällt dieser Zuschlag künftig weg.


Dies sind nur einige Änderungen, die 2005 auf uns zukommen. Bleibt zu hoffen, dass gerade im Gesundheitswesen und speziell der Altenhilfe irgendwann ebensoviel Augenmerk auf die Qualität gelegt wird wie auf das Einsparen von tatsächlichen oder vermeintlichen Kosten.

Allen Lesern und Besuchern der Carelounge.de wünsche ich ein gutes und gesundes neues Jahr 2005.

Ihr

Jochen Gust