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(GefstoffV) Gefahrstoffverordnung, Verordnung zum Schutz vor gef�hrlichen Stoffen Drucken

vom 15. November 1999


zuletzt ge�ndert durch:

  • BGBl. 1999 I S. 2059 (letzte �nderung vor Neufassung), 2233.
  • Artikel 2 der Verordnung zur �nderung chemikalienrechtlicher Verordnungen (BGBl. 2000 I S. 739 (ber.), 747 - �nderungen sind braun gekennzeichnet),
  • Artikel 3 der PCB/PCT-Abfallverordnung (BGBl. 2000 I S. 932) - �nderungen sind magenta gekennzeichnet
  • Artikel 2 � 38 des Gesetzes zur Neuordnung seuchenrechtlicher Vorschriften (Seuchenrechtsneuordnungsgesetz - SeuchRNeuG) (BGBl. 2000 I Nr. 33 vom 25.07.2000 S. 1045),
  • Artikel 2 der Verordnung zur Umsetzung der Richtlinie 98/8/EG des Europ�ischen Parlaments und des Rates vom 16. Februar 1998 über das Inverkehrbringen von Biozid-Produkten und zur �nderung chemikalienrechtlicher Verordnungen (BGBl. 2002 I S.2514 vom 8. Juli 2002)
  • � 4 vom Artikel 7 des Gesetzes zur Neuorganisation des gesundheitlichen Verbraucherschutzes und der Lebensmittelsicherheit ( BGBl. 2002 I Nr. 57 S.3082, ausgegeben zu Bonn am 14. August 2002)
  • Artikel 2 der Vierten Verordnung zur �nderung chemikalienrechtlicher Verordnungen (BGBl. 2002 Teil I Nr. 58 S.3185, ausgegeben zu Bonn am 20. August 2002),
  • Artikel 3 der Verordnung über die Entsorgung von Altholz (BGBl. 2002 Teil I Nr. 59 S.3302, ausgegeben zu Bonn am 23. August 2002)
  • Artikel 6 der Verordnung zur Rechtsvereinfachung im Bereich der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes bei der Bereitstellung von Arbeitsmitteln und deren Benutzung bei der Arbeit, der Sicherheit beim Betrieb überwachungsbed�rftiger Anlagen und der Organisation des betrieblichen Arbeitsschutzes*) (BGBl. 2002 Teil I Nr. 70 S.3777, ausgegeben zu Bonn am 2. Oktober 2002)
  • Artikel 2 der F�nften Verordnung zur �nderung chemikalienrechtlicher Verordnungen (BGBl. 2002 Teil I Nr. 74 S.4123, ausgegeben zu Bonn am 23. Oktober 2002) -siehe Anh. IV Nr. 5 GefStoffV-
  • Berichtigung der Vierten Verordnung zur �nderung chemikalienrechtlicher Verordnungen (BGBl. 2002 I Nr.79 S.4396, ausgegeben zu Bonn am 11. November 2002) -siehe � 54 (9) GefStoffV- 

Mit dieser Verordnung werden die nachgenannten EG-Richtlinien in deutsches Recht umgesetzt

  1.  
    1. Richtlinie 88/379/EWG des Rates vom 7. Juni 1988 zur Angleichung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten für die Einstufung, Verpackung und Kennzeichnung gef�hrlicher Zubereitungen (ABl. EG Nr. L 187 S. 14),
    2. Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten für die Einstufung, Verpackung und Kennzeichnung gef�hrlicher Zubereitungen (ABl. EG Nr. L 110 S. 81);
  2. Richtlinie 90/492/EWG der Kommission vom 5. September 1990 zur zweiten Anpassung der Richtlinie 88/379/EWG des Rates zur Angleichung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten für die Einstufung, Verpackung und Kennzeichnung gef�hrlicher Zubereitungen an den technischen Fortschritt (ABl. EG Nr.- L 275 S. 35);
  3. Richtlinie 93/18/EWG der Kommission vom 5. April 1993 zur dritten Anpassung der Richtlinie 88/379/EWG des Rates zur Angleichung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten für die Einstufung, Verpackung und Kennzeichnung gef�hrlicher Zubereitungen an den technischen Fortschritt (ABl. EG Nr. L 104 S. 46);
  4. Richtlinie 90/35/EWG der Kommission vom 19. Dezember 1989 zur Festlegung gem�� Artikel 6 der Richtlinie 88/379/EWG der Kategorien von Zubereitungen, deren Verpackung mit kindergesicherten Verschl�ssen versehen sein und/oder ein f�hlbares Warnzeichen tragen müssen (ABl. EG Nr. L 19 S. 14);
  5. Richtlinie 91/442/EWG der Kommission vom 23. Juli 1991 über gef�hrliche Zubereitungen, deren Verpackungen mit kindergesicherten Verschl�ssen versehen sein müssen (ABl- EG Nr. L 238 S. 25);
  6. Richtlinie 91/155/EWG der Kommission vom 5. M�rz 1991 zur Festlegung der Einzelheiten eines besonderen Informationssystems für gef�hrliche Zubereitungen gem�� Artikel 10 der Richtlinie 88/379/EWG des Rates (ABl. EG Nr. L 76 S. 35);
  7. Richtlinie 91/325/EWG der Kommission vorn l. M�rz 1991 zur zw�lften Anpassung an den technischen Fortschritt der Richtlinie 67/548/EWG des Rates zur Angleichung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften für die Einstufung, Verpackung und Kennzeichnung gef�hrlicher Stoffe (ABl. EG Nr. L 18O S. 1);
  8. Richtlinie 91/326/EWG der Kornmission vom 5- M�rz 1991 zur dreizehnten Anpassung an den technischen Fortschritt der Richtlinie 67/548/EWG des Rates zur Angleichung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften für die Einstufung, Verpackung und Kennzeichnung gef�hrlicher Stoffe (ABl. EG Nr. L 180 S. 79);
  9. Richtlinie 91/410/EWG der Kommission vom 22. Juli 1991 zur vierzehnten Anpassung an den technischen Fortschritt der Richtlinie 67/548/EWG des Rates zur Angleichung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten für die Einstufung, Verpackung und Kennzeichnung gef�hrlicher Stoffe (ABl. EG Nr. L 228 S. 67);
  10. Richtlinie 91/632/EWG der Kommission vom 28. Oktober 1991 zur f�nfzehnten Anpassung an den technischen Fortschritt der Richtlinie 67/548/EWG des Rates zur Angleichung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften für die Einstufung, Verpackung und Kennzeichnung gef�hrlicher Stoffe (ABl. EG Nr. L 328 S. 23);
  11. Richtlinie 92/37/EWG der Kommission vom 30. April 1992 zur sechzehnten Anpassung an den technischen Fortschritt der Richtlinie 67/548/EWG des Rates zur Angleichung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften für die Einstufung, Verpackung und Kennzeichnung gef�hrlicher Stoffe (ABl. EG Nr. L 154 S. 30);
  12. Richtlinie 93/21/EWG der Kommission vorn 27. April 1992 zur achtzehnten Anpassung an den technischen Fortschritt der Richtlinie 67/548/EWG des Rates zur Angleichung der Rechts und Verwaltungsvorschriften für die Einstufung, Verpackung und Kennzeichnung gef�hrlicher Stoffe (ABl. EG Nr. L 110 S. 20);
  13. Richtlinie 93/72/EWG der Kommission vorn l. September 1993 zur neunzehnten Anpassung der Richtlinie 67/548/EWG des Rates zur Angleichung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften für die Einstufung, Verpackung und Kennzeichnung gef�hrlicher Stoffe an den technischen Fortschritt (ABl. EG Nr. L 258 S. 29);
  14. Richtlinie 92/32/EWG des Rates zur siebten �nderung der Richtlinie 67/548/EWG zur Angleichung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften für die Einstufung, Verpackung und Kennzeichnung gef�hrlicher Stoffe (ABl. EG Nr. L 154 S. 1) - nur teilweise -
  15. Richtlinie 91/659/EWG der Kommission vom 3. Dezember 1991 zur Anpassung der Richtlinie 76/769/EWG des Rates zur Angleichung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten für Beschr�nkungen des Inverkehrbringens und der Verwendung gewisser gef�hrlicher Stoffe und Zubereitungen an den technischen Fortschritt (Asbest) (ABl. EG Nr. L 363 S. 36) - nur teilweise -
  16. Richtlinie 91/322/EWG der Kornmission vom 29. Mai 1991 zur Festsetzung von Richtgrenzwerten zur Durchf�hrung der Richtlinie 80/1107/EWG über den Schutz der Arbeitnehmer vor der Gef�hrdung durch chemische, physikalische und biologische Arbeitsstoffe bei der Arbeit (ABl. EG Nr. L 177 S. 22);
  17. Richtlinie 91/382/EWG des Rates vorn 25. Juni 1991 zur �nderung der Richtlinie 83/477/EWG über den Schutz der Arbeitnehmer gegen Gef�hrdung durch Asbest am Arbeitsplatz (Zweite Einzelrichtlinie im Sinne des Artikels 8 der Richtlinie 80/1107/EWG) (ABl. EG Nr. L 206 S. 16);
  18. Richtlinie 90/394/EWG des Rates vom 28. Juni 1990 über den Schutz der Arbeitnehmer gegen Gef�hrdung durch Karzinogene bei der Arbeit (Sechste Einzelrichtlinie im Sinne von Artikel 16 Absatz 1 der Richtlinie 89/391/EWG) (ABl. EG Nr. L 196 S. 1);
  19. Richtlinie 92/32/EWG des Rates vom 30. April 1992 zur siebten �nderung der Richtlinie 67/548/EWG zur Angleichung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften für die Einstufung, Verpackung und Kennzeichnung gef�hrlicher Stoffe (ABl. EG Nr. L 154 S. 1);
  20. Richtlinie 93/21/EWG der Kommission vom 27. April 1993 zur achtzehnten Anpassung an den technischen Fortschritt der Richtlinie 67/548/EWG des Rates zur Angleichung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften für die Einstufung, Verpackung und Kennzeichnung gef�hrlicher Stoffe (ABl. EG Nr. L 110 S. 20)
  21. Richtlinie 96/55/EG der Kommission vom 4. September 1996 zur zweiten Anpassung von Anhang 1 der Richtlinie 76/769/EWG des Rates zur Angleichung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten für Beschr�nkungen des Inverkehrbringens und der Verwendung gewisser gef�hrlicher Stoffe und Zubereitungen an den technischen Fortschritt (chlorierte L�sungsmittel) (ABl. EG Nr. L 231 S. 20);
  22. Richtlinie 97/10/EG der Kommission vom 26. Februar 1997 zur
  23. Anpassung der Richtlinie 76/769/EWG des Rates zur Angleichung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten für Beschr�nkungen des Inverkehrbringens und der Verwendung gewisser gef�hrlicher Stoffe und Zubereitungen an den technischen Fortschritt (ABl. EG Nr. L 68 S. 24);
  24. Richtlinie 97/16/EG des Europ�ischen Parlaments und des Rates vom 10. April 1997 zur f�nfzehnten �nderung der Richtlinie 76/769/EWG über Beschr�nkungen des Inverkehrbringens und der Verwendung gewisser gef�hrlicher Stoffe und Zubereitungen (ABl. EG Nr. L 116 S. 31);
  25. Richtlinie 97/64/EG der Kommission vom 10. November 1997 zur vierten Anpassung von Anhang i der Richtlinie 76/769/EWG des Rates zur Angleichung des Rechts- und Verwaltungsvorschriften für Beschr�nkungen des Inverkehrbringens und der Verwendung gewisser gef�hrlicher Stoffe und Zubereitungen (Lampen�le) (ABl. EG Nr. L 315 S. 13).
  26. Richtlinie 96/54/EG der Kommission vom 30. Juli 1996 zur zweiundzwanzigsten Anpassung der Richtlinie 67/548/EWG des Rates zur Angleichung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften für die Einstufung, Verpackung und Kennzeichnung gef�hrlicher Stoffe an den technischen Fortschritt (ABI. EG Nr. L 242 S.11)1
  27. Richtlinie 96/56/EG des Europ�ischen Parlaments und des Rates vom 3. September 1996 zur �nderung der Richtlinie 67/548/EWG des Rates zur Angleichung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften für die Einstufung, Verpackung und Kennzeichnung gef�hrlicher Stoffe an den technischen Fortschritt (AB[. EG Nr. L 236 S. 35),
  28. Richtlinie 96/59/EG des Rates vorn 16. September 1996 über die Beseitigung polychlorierter Biphenyle und polychlorierter Terphenyle (PCB/PCT) (ABI. EG Nr. L 243 S.31) - nur teilweise -,
  29. Richtlinie 96/65/EG der Kommission vom 11. Oktober 1996 zur vierten Anpassung der Richtlinie 881379/EWG des Rates zur Angleichung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften für die Einstufung, Verpackung und Kennzeichnung gef�hrlicher Zubereitungen an den technischen Fortschritt und zur �nderung der Richtlinie 91/442/EWG über gef�hrliche Zubereitungen, deren Verpackung mit kindergesicherten Verschl�ssen versehen sein müssen (ABI. EG Nr. L 265 S. 15),
  30. Richtlinie 96/94/EG der Kommission vorn 18. Dezember 1996 zur Festlegung einer zweiten Liste von Richtgrenzwerten in Anwendung der Richtlinie 80/1107/EWG des Rates zum Schutz der Arbeitnehmer vor der Gef�hrdung durch chemische, physikalische und biologische Arbeitsstoffe bei der Arbeit (ABl. EG Nr. L 338 S. 86),
  31. Richtlinie 97/69/EG der Kommission vom 5. Dezember 1997 zur dreiundzwanzigsten Anpassung der Richtlinie 67/548JEWG des Rates zur Angleichung der Rechts - und Verwaltungsvorschriften für die Einstufung, Verpackung und Kennzeichnung gef�hrlicher Stoffe an den technischen Fortschritt (ABI. EG Nr. L 343 S. 19),
  32. Richtlinie 97/42/EG des Rates vom 27- Juni 1997 zur ersten �nderung der Richtlinie 90/394/EWG über den Schutz der Arbeitnehmer gegen Gef�hrdung durch Karzinogerie bei der Arbeit (ABI. EG Nr. L 179 S. 41),
  33. Richtlinie 98/73/EG der Kommission vom 18. September 1998 zur vierundzwanzigsten Anpassung der Richtlinie 67/548/EWG des Rates zur Angleichung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften für die Einstufung, Verpackung- und Kennzeichnung gef�hrlicher Stoffe an den technischen Fortschritt (ABI- EG Nr. L 305 S. 1),
  34. Richtlinie 98/9/EG der Kommission vom 15. Dezember 1998 zur f�nfundzwanzigsten Anpassung der Richtlinie 67/548/EWG des Rates zur Angleichung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften für die Einstufung, Verpackung und Kennzeichnung gef�hrlicher Stoffe an den technischen Fortschritt (ABI. EG Nr. L 355 S. 1),
  35. Richtlinie 98/24/EG des Rates vom 7. April 1998 zum Schutz von Gesundheit und Sicherheit der Arbeitnehmer vor der Gef�hrdung durch chemische Stoffe bei der Arbeit (ABl. EG Nr. L 131 S. 11) - teilweise -.

Erster Abschnitt
Zweck, Anwendungsbereich und Begriffsbestimmungen


� 1 Grundsatz

Zweck dieser Verordnung ist es, durch Regelungen über die Einstufung, über die Kennzeichnung und Verpackung von gef�hrlichen Stoffen, Zubereitungen und bestimmten Erzeugnissen sowie über den Umgang mit Gefahrstoffen den Menschen vor arbeitsbedingten und sonstigen Gesundheitsgefahren und die Umwelt vor stoffbedingten Sch�digungen zu sch�tzen, insbesondere sie erkennbar zu machen, sie abzuwenden und ihrer Entstehung vorzubeugen, soweit nicht in anderen Rechtsvorschriften besondere Regelungen getroffen sind.

� 1a Bezugnahme auf Richtlinien der Europ�ischen Gemeinschaften

(1) Die in dieser Verordnung in Bezug genommenen Richtlinien der Europ�ischen Gemeinschaften sind im Anhang I aufgef�hrt; sie sind in der jeweils geltenden Fassung anzuwenden. Werden diese Richtlinien ge�ndert oder nach den in diesen Richtlinien vorgesehenen Verfahren an den technischen Fortschritt angepasst, gelten sie in der Geänderten im Amtsblatt der Europ�ischen Gemeinschaften ver�ffentlichten Fassung nach Ablauf der in der �nderungs- oder Anpassungsrichtlinie festgelegten Umsetzungsfrist. Die ge�nderte Fassung kann bereits ab Inkrafttreten der �nderungs- oder Anpassungsrichtlinie angewendet werden.

(2) Abweichend von Absatz 1 gelten anstelle der Kennzeichnungsbestimmungen in Anhang I Nr. 23 und 32 der Richtlinie 76/769/EWG die Kennzeichnungsbestimmungen des � 12 Abs. 9 und 10.

� 2 Anwendungsbereich

(1) Der Zweite und Dritte Abschnitt gelten

  1. für gef�hrliche Stoffe und Zubereitungen im Sinne des � 3a des Chemikaliengesetzes,
  2. für bestimmte Stoffe, Zubereitungen und Erzeugnisse, die nach Ma�gabe der Richtlinien 76/769/EWG, 1999/45/EG und 96/59/EG mit zusätzlichen Kennzeichnungen zu versehen sind,
  3. für Biozid-Produkte im Sinne von � 3b Abs.1 Nr. 1 des Chemikaliengesetzes, die nicht gef�hrliche Stoffe oder Zubereitungen im Sinne des � 3a dieses Gesetzes sind.

Satz 1 Nr. 1 und 2 gilt für Stoffe und Zubereitungen, soweit sie nicht Biozid-Wirkstoffe oder Biozid-Produkte sind, die brandfürdernd, hochentz�ndlich, leichtentz�ndlich oder entz�ndlich sind, lediglich insoweit, als das Inverkehrbringen gewerbsm��ig, im Rahmen sonstiger wirtschaftlicher Unternehmungen oder unter Besch�ftigung von Arbeitnehmern erfolgt.

(2) Der Dritte Abschnitt gilt nicht für Stoffe, Zubereitungen oder Erzeugnisse, die in � 2 Abs. 1 und 2 des Chemikaliengesetzes aufgef�hrt sind mit Ausnahme der in � 2 Abs. 2 Satz 2 des Chemikaliengesetzes genannten Futtermittel und Zusatzstoffe sowie der dort genannten Lebensmittel, die auf Grund ihrer stofflichen Eigenschaften in unver�nderter Form nicht zum unmittelbaren Verzehr durch den Verbraucher im Sinne des � 6 Abs. 1 des Lebensmittel- und Bedarfsgegenst�ndegesetzes bestimmt sind.

(3) Die �� 15a bis 15e und der F�nfte Abschnitt gelten für den Umgang mit Gefahrstoffen einschlie�lich T�tigkeiten in deren Gefahrenbereich. Der Sechste Abschnitt gilt zus�tzlich für den Umgang mit krebserzeugenden und erbgutverändernden Gefahrstoffen nach � 35 mit Ausnahme von solchen der Kategorie 3 nach Anhang VI der Richtlinie 67/548/EWG. für die nach Satz 2 ausgenommenen Gefahrstoffe gelten die Vorschriften des Vierten und F�nften Abschnitts für gesundheitssch�dliche Gefahrstoffe entsprechend.

(4) Die �� 15a bis 15e und der F�nfte und Sechste Abschnitt gelten nicht für den Umgang

  1. in Betrieben des untert�gigen Bergwesens, soweit dort die Gesundheitsschutz-Bergverordnung auf die Verh�ltnisse des Bergbaues abgestimmte gleichwertige Regelungen enth�lt,
  2. in Haushalten.

(5) Die Gefahrstoffverordnung gilt nicht für Stoffe, die biologische Arbeitsstoffe im Sinne des � 2 Abs. 1 der Biostoffverordnung vom 27. Januar 1999 (BGBl. I S. 50) sind. Abweichend von Satz 1 gelten für biologische Arbeitsstoffe, die als Biozid-Produkte in Verkehr gebracht werden, die Vorschriften des ersten bis vierten Abschnitts.

 

� 3 Begriffsbestimmungen

(1) Gefahrstoffe im Sinne dieser Verordnung sind die in � 19 Abs. 2 Nr. 1 bis 3 des Chemikaliengesetzes bezeichneten Stoffe, Zubereitungen und Erzeugnisse.

(2) Umgang ist das Herstellen einschlie�lich Gewinnen oder das Verwenden im Sinne des � 3 Nr. 10 des Chemikaliengesetzes.

(3) Lagern ist das Aufbewahren zur sp�teren Verwendung sowie zur Abgabe an andere. Es schlie�t die Bereitstellung zur Befürderung ein, wenn diese nicht binnen 24 Stunden nach ihrem Beginn oder am darauffolgenden Werktag erfolgt. Ist dieser Werktag ein Sonnabend, so endet die Frist mit Ablauf des n�chsten Werktages.

(4) Arbeitgeber ist, wer Arbeitnehmer besch�ftigt einschlie�lich der zu ihrer Berufsbildung Besch�ftigten. Dem Arbeitgeber steht gleich, wer in sonstiger Weise selbst�ndig t�tig wird, sowie der Auftraggeber und Zwischenmeister im Sinne des Heimarbeitsgesetzes. Dem Arbeitnehmer stehen andere Besch�ftigte, insbesondere Beamte und in Heimarbeit Besch�ftigte sowie Sch�ler und Studenten gleich.

(5) Maximale Arbeitsplatzkonzentration (MAK) ist die Konzentration eines Stoffes in der Luft am Arbeitsplatz, bei der im allgemeinen die Gesundheit der Arbeitnehmer nicht beeintr�chtigt wird.

(6) Biologischer Arbeitsplatztoleranzwert (BAT) ist die Konzentration eines Stoffes oder seines Umwandlungsproduktes im K�rper oder die dadurch ausgel�ste Abweichung eines biologischen Indikators von seiner Norm, bei der im allgemeinen die Gesundheit der Arbeitnehmer nicht beeintr�chtigt wird.

(7) Technische Richtkonzentration (TRK) ist die Konzentration eines Stoffes in der Luft am Arbeitsplatz, die nach dem Stand der Technik erreicht werden kann.

(8) Ausl�seschwelle ist die Konzentration eines Stoffes in der Luft am Arbeitsplatz oder im Sinne des Absatzes 6 im K�rper, bei deren überschreitung zus�tzliche Ma�nahmen zum Schutze der Gesundheit erforderlich sind. Der überschreitung der Ausl�seschwelle steht es gleich, wenn Verfahren angewendet werden, bei denen Ma�nahmen nach Satz 1 erforderlich sind oder wenn ein unmittelbarer Hautkontakt besteht.

(9) Stand der Technik im Sinne dieser Verordnung ist der Entwicklungsstand fortschrittlicher Verfahren, Einrichtungen oder Betriebsweisen, der die praktische Eignung einer Ma�nahme zum Schutz der Gesundheit der Besch�ftigten gesichert erscheinen l�sst. Bei der Bestimmung des Standes der Technik sind insbesondere vergleichbare Verfahren, Einrichtungen oder Betriebsweisen heranzuziehen, die mit Erfolg in der Praxis erprobt worden sind. Gleiches gilt für den Stand der Arbeitsmedizin und Hygiene.

Zweiter Abschnitt
Einstufung


� 4 Gef�hrlichkeitsmerkmale

(1) Gef�hrlich sind Stoffe und Zubereitungen, die eine oder mehrere der in � 3a Abs. 1 des Chemikaliengesetzes genannten und in Anhang VI der Richtlinie 67/548/EWG n�her bestimmten Eigenschaften aufweisen. Sie sind

  1. explosionsgef�hrlich, wenn sie in festem, fl�ssigem, pastenfürmigem oder gelatin�sem Zustand auch ohne Beteiligung von Luftsauerstoff exotherm und unter schneller Entwicklung von Gasen reagieren k�nnen und unter festgelegten Pr�fbedingungen detonieren, schnell deflagrieren oder beim Erhitzen unter teilweisem Einschluss explodieren,
  2. brandfürdernd, wenn sie in der Regel selbst nicht brennbar sind, aber bei Ber�hrung mit brennbaren Stoffen oder Zubereitungen, überwiegend durch Sauerstoffabgabe, die Brandgefahr und die Heftigkeit eines Brandes betr�chtlich erh�hen,
  3. hochentz�ndlich, wenn sie
    a) in fl�ssigem Zustand einen extrem niedrigen Flammpunkt und einen niedrigen Siedepunkt haben,
    b) als Gase bei gew�hnlicher Temperatur und Normaldruck in Mischung mit Luft einen Explosionsbereich haben,
  4. leichtentz�ndlich, wenn sie
    a) sich bei gew�hnlicher Temperatur an der Luft ohne Energiezufuhr erhitzen und schlie�lich entz�nden k�nnen,
    b) in festem Zustand durch kurzzeitige Einwirkung einer Z�ndquelle leicht entz�ndet werden k�nnen und nach deren Entfernen in gef�hrlicher Weise weiterbrennen oder weiterglimmen,
    c) in fl�ssigem Zustand einen sehr niedrigen Flammpunkt haben,
    d) bei Ber�hrung mit Wasser oder mit feuchter Luft hochentz�ndliche Gase in gef�hrlicher Menge entwickeln,
  5. entz�ndlich, wenn sie in fl�ssigem Zustand einen niedrigen Flammpunkt haben,
  6. sehr giftig, wenn sie in sehr geringer Menge bei Einatmen, Verschlucken oder Aufnahme über die Haut zum Tode f�hren oder akute oder chronische Gesundheitssch�den verursachen k�nnen,
  7. giftig, wenn sie in geringer Menge bei Einatmen, Verschlucken oder Aufnahme über die Haut zum Tode f�hren oder akute oder chronische Gesundheitssch�den verursachen k�nnen,
  8. gesundheitssch�dlich, wenn sie bei Einatmen, Verschlucken oder Aufnahme über die Haut zum Tode f�hren oder akute oder chronische Gesundheitssch�den verursachen k�nnen,
  9. �tzend, wenn sie lebende Gewebe bei Ber�hrung zerst�ren k�nnen,
  10. reizend, wenn sie - ohne �tzend zu sein - bei kurzzeitigem, länger andauerndem oder wiederholtem Kontakt mit Haut oder Schleimhaut eine Entz�ndung hervorrufen k�nnen,
  11. sensibilisierend, wenn sie bei Einatmen oder Aufnahme über die Haut überempfindlichkeitsreaktionen hervorrufen k�nnen, so dass bei k�nftiger Exposition gegenüber dem Stoff oder der Zubereitung charakteristische St�rungen auftreten,
  12. krebserzeugend, wenn sie bei Einatmen, Verschlucken oder Aufnahme über die Haut Krebs erregen oder die Krebsh�ufigkeit erh�hen k�nnen,
  13. fortpflanzungsgef�hrdend (reproduktionstoxisch), wenn sie bei Einatmen, Verschlucken oder Aufnahme über die Haut nichtvererbbare Sch�den der Nachkommenschaft hervorrufen oder deren H�ufigkeit erh�hen (fruchtsch�digend) oder eine Beeintr�chtigung der m�nnlichen oder weiblichen Fortpflanzungsfunktionen oder -f�higkeit zur Folge haben k�nnen,
  14. erbgutverändernd, wenn sie bei Einatmen, Verschlucken oder Aufnahme über die Haut vererbbare genetische Sch�den zur Folge haben oder deren H�ufigkeit erh�hen k�nnen,
  15. umweltgef�hrlich, wenn sie selbst oder ihre Umwandlungsprodukte geeignet sind, die Beschaffenheit des Naturhaushalts, von Wasser, Boden oder Luft, Klima, Tieren, Pflanzen oder Mikroorganismen derart zu verändern, dass dadurch sofort oder sp�ter Gefahren für die Umwelt herbeigef�hrt werden k�nnen.

(2) Gefahrstoffe im Sinne des � 19 Abs. 2 des Chemikaliengesetzes sind auch Stoffe und Zubereitungen, die explosionsf�hig oder auf sonstige Weise chronisch sch�digend sind. Sie sind

  1. explosionsf�hig,
    • - wenn sie auch ohne Luft durch Z�ndquellen wie �u�ere thermische Einwirkungen, mechanische Beanspruchungen oder Detonationsst��e zu einer chemischen Umsetzung gebracht werden k�nnen, bei der hochgespannte Gase in so kurzer Zeit entstehen, dass ein sprunghafter Temperatur- und Druckanstieg hervorgerufen wird, oder
    • - im Gemisch mit Luft, wenn nach Wirksamwerden einer Z�ndquelle eine selbstt�tig sich fortpflanzende Flammenausbreitung stattfindet, die im allgemeinen mit einem sprunghaften Temperatur- und Druckanstieg verbunden ist,
  2. auf sonstige Weise chronisch sch�digend, wenn sie bei wiederholter oder länger andauernder Exposition einen in den Nummern 12 bis 14 nicht genannten Gesundheitsschaden verursachen k�nnen.

 

� 4a Einstufung von Stoffen

(1) für Stoffe, die in Anhang I der Richtlinie 67/548/EWG aufgef�hrt sind, gilt die dort festgelegte Einstufung.

(2) (weggefallen)

(3) Stoffe, die nicht in Anhang I der Richtlinie 67/548/EWG aufgef�hrt sind, muss der Hersteller oder Einf�hrer nach Anhang VI der Richtlinie 67/548/EWG einstufen. Bei der Einstufung der Stoffe hat er alle gef�hrlichen Eigenschaften nach

  1. den Ergebnissen der Pr�fungen nach den �� 7, 9 und 9a des Chemikaliengesetzes oder
  2. gesicherter wissenschaftlicher Erkenntnis durch Zuordnung zu den Gef�hrlichkeitsmerkmalen des � 4 oder
  3. den in einem Zulassungsverfahren gewonnenen Erkenntnissen

zu ber�cksichtigen. Ferner hat er für alte Stoffe im Sinne des � 3 Nr. 2 des Chemikaliengesetzes, die noch nicht in Anhang I der Richtlinie 67/548/EWG aufgef�hrt sind, Nachforschungen anzustellen, um sich die einschl�gigen und zug�nglichen Angaben zu den Eigenschaften dieser Stoffe zu beschaffen.

(4) Biozid-Wirkstoffe, die unmittelbar als Biozid-Produkte in Verkehr gebracht werden und zugleich biologische Arbeitsstoffe sind, sind zus�tzlich nach den �� 3 und 4 der Biostoffverordnung einzustufen.

(5) Die Abs�tze 1 und 3 gelten entsprechend bei der Ermittlung nach � 16 Abs. 1.



� 4b Einstufung von Zubereitungen

(1) Zubereitungen, die einen Stoff mit mindestens einem Gef�hrlichkeitsmerkmal nach � 4 enthalten, sind nach der Richtlinie 1999/45/EG einzustufen.

(2) Biozid-Produkte, die biologische Arbeitsstoffe enthalten, sind zus�tzlich nach den �� 3 und 4 der Biostoffverordnung einzustufen.

(3) Absatz 1 gilt entsprechend bei der Ermittlung nach � 16 Abs. 1.

Dritter Abschnitt
Kennzeichnung und Verpackung beim Inverkehrbringen


� 5 Grundpflichten

(1) Wer als Hersteller oder Einf�hrer Stoffe, Zubereitungen oder Biozid-Produkte im Sinne des � 2 Abs. 1 Nr. 1, 2 oder 3 in den Verkehr bringt, hat sie zuvor nach � 4a oder � 4b einzustufen und entsprechend der Einstufung zu verpacken und zu kennzeichnen. Die Verpflichtungen des Herstellers oder Einf�hrers nach den Vorschriften des Dritten Abschnitts gelten im Fall des erneuten Inverkehrbringens nach Ma�gabe des � 15 des Chemikaliengesetzes auch für den Vertreiber.

(2) Ist der Informationsgehalt der Kennzeichnung einer Zubereitung oder die Information über eine Verunreinigung oder Beimengung auf dem Kennzeichnungsschild eines Stoffes nicht ausreichend, um anderen Herstellern, die die Zubereitung oder den Stoff als Bestandteil einer oder mehrerer eigener Zubereitungen verwenden m�chten, eine ordnungsgem��e Einstufung und Kennzeichnung zu ermöglichen, hat der für das Inverkehrbringen der urspr�nglichen Zubereitung Verantwortliche den anderen Herstellern auf beGründete Anfrage unverz�glich alle für eine ordnungsgem��e Einstufung und Kennzeichnung der neuen Zubereitung erforderlichen Daten über die enthaltenen gef�hrlichen Stoffe zur Verfügung zu stellen.

(3) Stuft der Hersteller oder Einf�hrer einen alten Stoff im Sinne des � 3 Nr. 2 des Chemikaliengesetzes, der nicht in Anhang I der Richtlinie 67/548/EWG aufgef�hrt ist, auf Grund der Kriterien in Anhang VI der Richtlinie 67/548/EWG als krebserzeugend, erbgutverändernd oder fortpflanzungsgef�hrdend ein, so hat er die seiner Einstufung zugrunde liegenden Daten unverz�glich der Anmeldestelle nach dem Chemikaliengesetz mitzuteilen.

(4) Verf�gt der Hersteller oder Einf�hrer zu alten Stoffen im Sinne des � 3 Nr. 2 des Chemikaliengesetzes, die in Anhang I der Richtlinie 67/548/EWG aufgef�hrt sind, über neue Daten, die für eine Einstufung als krebserzeugend, erbgutverändernd oder fortpflanzungsgef�hrdend von Bedeutung sind, hat er diese Daten unverz�glich der Anmeldestelle nach dem Chemikaliengesetz mitzuteilen.

(5) Die nach den Abs�tzen 3 und 4 zu übermittelnden Daten sollten eine Bibliographie aller wichtigen Literaturangaben enthalten und jegliche einschl�gigen unver�ffentlichten Daten einschlie�en.



� 6 Kennzeichnung von Stoffen

(1) Stoffe müssen nach der Richtlinie 67/548/ EWG mit Ausnahme von deren Artikel 24 Abs. 5 und Artikel 25 Abs. 2 gekennzeichnet werden. Die in Anhang I dieser Richtlinie nicht aufgef�hrten Stoffe sind nach � 4a Abs. 3 einzustufen und entsprechend der Richtlinie 67/548/EWG zu kennzeichnen.

(2) Stoffe, die nach � 5 Abs. 1 Nr. 1 bis 4 des Chemikaliengesetzes von der Anmeldung ausgenommen und deren Eigenschaften nicht hinreichend bekannt sind, sind nach Artikel 13 Abs. 3 der Richtlinie 67/548/EWG zu kennzeichnen. Zus�tzlich ist eine Kennzeichnung nach Absatz 1 anzubringen, soweit die Angaben bekannt sind.



� 7 Kennzeichnung von Zubereitungen

(1) Zubereitungen müssen nach der Richtlinie 1999/45/EG mit Ausnahme von deren Artikel 11 Abs. 5 und Artikel 12 Abs. 3 gekennzeichnet werden.

(2) (aufgehoben)

(3) Beabsichtigt der Hersteller oder Einf�hrer, von der in Artikel 15 der Richtlinie 1999/45/EG festgelegten möglichkeit zur abweichenden Bezeichnung von gef�hrlichen Stoffen bei der Kennzeichnung von Zubereitungen Gebrauch zu machen, hat er der Anmeldestelle, bei Biozid-Produkten der Zulassungsstelle nach dem Chemikaliengesetz die erforderlichen Informationen und Nachweise vorzulegen. Von der möglichkeit der abweichenden Bezeichnung kann nicht für Wirkstoffe und bedenkliche Stoffe in Biozid-Produkten Gebrauch gemacht werden.



� 8

(weggefallen)



� 9

(weggefallen)



� 10 Verpackung

(1) Die Verpackungen gef�hrlicher Stoffe und Zubereitungen müssen so beschaffen sein, dass vom Inhalt nichts ungewollt nach au�en gelangen kann. Die Verpackungen müssen den zu erwartenden Beanspruchungen sicher widerstehen und aus Werkstoffen hergestellt sein, die von dem Stoff oder der Zubereitung nicht angegriffen werden und keine gef�hrlichen Verbindungen mit ihnen eingehen. Diese Voraussetzungen gelten als erf�llt, wenn die Verpackung des Versandst�cks den verkehrsrechtlichen Vorschriften entspricht.

(2) Die Vorschriften über die Verpackung gelten nicht für feste gef�hrliche Stoffe oder Zubereitungen, wenn bei bestimmungsgem��er Verwendung Gefahren für Leben und Gesundheit des Menschen und die Umwelt nicht entstehen.

(3) Gef�hrliche Stoffe und Zubereitungen d�rfen nicht in solche Beh�lter verpackt oder bei der Abgabe abgef�llt werden, durch deren Form oder Bezeichnung der Inhalt mit Lebensmitteln verwechselt werden kann.



� 11

(weggefallen)



� 12 Weitere Anforderungen an die Kennzeichnung und Verpackung

(1) Die Kennzeichnung von Stoffen, Zubereitungen und Erzeugnissen ist in deutscher Sprache abzufassen.

(2) Die in Anhang I der Richtlinie 76/769/EWG genannten und mit einer Kennzeichnungsverpflichtung versehenen Stoffe und Zubereitungen müssen zus�tzlich nach den Ma�gaben dieser Richtlinie gekennzeichnet werden. Der Inverkehrbringer hat die in Anhang I der Richtlinie 76/769/EWG genannten und mit einer Kennzeichnungsverpflichtung versehenen Erzeugnisse nach den Ma�gaben dieser Richtlinie unverz�glich zu kennzeichnen.

(3) Aerosolpackungen und deren Verpackungen sind zus�tzlich nach der Richtlinie 75/324/EWG zu kennzeichnen.

(4) Beh�lter, die

  1. gef�hrliche Stoffe im Sinne von Artikel 22 Abs. 1 Buchstabe e und f der Richtlinie 67/ 548/EWG oder
  2. gef�hrliche Zubereitungen im Sinne von Artikel 9 Nr. 1.3 in Verbindung mit Anhang IV der Richtlinie 1999/45/EG

enthalten und die für jedermann erh�ltlich sind, müssen nach Ma�gabe dieser Vorschriften mit kindergesicherten Verschl�ssen oder f�hlbaren Warnzeichen oder beiden Vorrichtungen ausgestattet sein.

(5) (aufgehoben)

(6) Werden gef�hrliche Stoffe und Zubereitungen nach � 10 Abs. 2 unverpackt in den Verkehr gebracht, ist jeder Liefereinheit eine Mitteilung für den Verwender mitzugeben, die eine vollst�ndige Kennzeichnung enth�lt.

(7) Beh�lter, die gef�hrliche Stoffe oder Zubereitungen enthalten und die für jedermann erh�ltlich sind, d�rfen

  1. weder eine Form oder graphische Dekoration aufweisen, die die aktive Neugierde von Kindern wecken oder fürdern oder die beim Verbraucher zu Verwechslung f�hren kann,
  2. noch Aufmachungen oder Bezeichnungen aufweisen, die für Lebensmittel, Futtermittel, Arzneimittel oder Kosmetika verwendet werden.

(8) Dekontaminierte PCB- haltige Ger�te im Sinne der Richtlinie 96/59/EG müssen nach dem Anhang dieser Richtlinie gekennzeichnet werden.

(9) Pentachlorphenol, seine Salze und Ester sowie Zubereitungen, die diese Stoffe enthalten, d�rfen nur mit nachfolgender Aufschrift in den Verkehr gebracht werden: "Nur für Fachleute im Bereich Forschung und Analyse".

(10) Die Verpackung von Holzschutzmitteln nach Anhang IV Nr. 13.2 ist leserlich und unverwischbar mit der Aufschrift "Verwendung nur in Industrieanlagen und zu gewerblichen Zwecken" zu versehen.

(11) für die Verpackung und Kennzeichnung von Biozid-Produkten gelten unbeschadet der �� 6, 7 und 10 zus�tzlich die Vorschriften des Artikels 20 Abs. 2 Satz 2 und Abs. 3 Satz 2 und Satz 3 Buchstabe a, c, f bis j, I und m sowie im Falle zugelassener oder registrierter Biozid-Produkte Buchstabe b, d, e und k der Richtlinie 98/8/EG. Bei der Kennzeichnung von Biozid-Produkten, bei denen der Wirkstoff ein biologischer Arbeitsstoff ist, sind darüber hinaus

  1. die Identit�t des Organismus nach Anhang IV A Abschnitt II Nr. 2.1 und 2.2 der Richtlinie 98/8/EG,
  2. die Einstufung in eine Risikogruppe nach den �� 3 und 4 der Biostoffverordnung und
  3. bei einer Einstufung in die Risikogruppe 2, 3 oder 4 das Symbol für Biogef�hrdung nach Anhang I der Biostoffverordnung

anzugeben. Die nach Artikel 20 Abs. 3 Satz 3 Buchstabe a, b, d, g und k der Richtlinie 98/8/EG erforderlichen Angaben sowie die Angaben nach Satz 2 müssen auf dem Kennzeichnungsschild gemacht werden. Die Angaben nach Artikel 20 Abs. 3 Satz 3 Buchstabe c, e, f, h, i, j und I der Richtlinie 98/8/EG k�nnen auf dem Kennzeichnungsschild oder an anderer Stelle der Verpackung oder in einer beigef�gten Gebrauchsanweisung gemacht werden.



� 13

(weggefallen)



� 14 Sicherheitsdatenblatt

(1) Wer als Hersteller, Einf�hrer oder erneuter Inverkehrbringer gef�hrliche Stoffe, gef�hrliche Zubereitungen oder Zubereitungen nach Artikel 14 Nr. 2.1 Buchstabe b der Richtlinie 1999/45/EG in den Verkehr bringt, hat den Abnehmern nach Ma�gabe der Richtlinie 91/155/EWG ein Sicherheitsdatenblatt in deutscher Sprache zu übermitteln. Das Sicherheitsdatenblatt kann in Papierform oder, sofern der Empf�nger über die erforderlichen Empfangseinrichtungen verf�gt, in elektronischer Form übermittelt werden.

(2) für Zubereitungen mit den in � 35 Abs. 3 genannten krebserzeugenden Stoffen ist ein Sicherheitsdatenblatt nach Absatz 1 zu übermitteln, wenn die Konzentration des Stoffes in der Zubereitung gleich oder gr��er als die dort genannte Konzentrationsgrenze ist.

(3) Im Sicherheitsdatenblatt zu Mineralwolle (Eintrag "No. 650-016-00-2" im Anhang I der Richtlinie 67/548/EWG) ist auf die besonderen Arbeitsschutzma�nahmen nach Anhang V Nr. 7 hinzuweisen, sofern die Mineralwolle in dessen Anwendungsbereich f�llt.

(4) Die Abs�tze 1 bis 3 gelten nicht für die Abgabe an den privaten Endverbraucher.

Vierter Abschnitt
Verbote und Beschr�nkungen


� 15 Herstellungs- und Verwendungsverbote

(1) Nach Ma�gabe des Anhangs IV bestehen Herstellungs- und Verwendungsverbote für:

  1. Asbest,
  2. 2-Naphthylamin, 4-Aminobiphenyl, Benzidin, 4-Nitrobiphenyl,
  3. Arsen und seine Verbindungen,
  4. Benzol,
  5. Antifoulingfarben,
  6. Bleikarbonate,
  7. Quecksilber und seine Verbindungen,
  8. zinnorganische Verbindungen,
  9. Di-�-oxo-di-n-butylstanniohydroxyboran,
  10. Dekorationsgegenst�nde, die fl�ssige gef�hrliche Stoffe oder Zubereitungen enthalten,
  11. aliphatische Chlorkohlenwasserstoffe,
  12. Pentachlorphenol und seine Verbindungen,
  13. Teer�le,
  14. Polychlorierte Biphenyle und Terphenyle sowie Monomethyltetrachlordiphenylmethan, Monomethyldichlordiphenyimethan und Monomethyldibromdiphenylmethan,
  15. Vinylchlorid,
  16. Starke S�ure-Verfahren zur Herstellung von Isopropanol,
  17. Cadmium und seine Verbindungen,
  18. (aufgehoben)
  19. K�hlschmierstoffe,
  20. DDT,
  21. Hexachlorethan,
  22. Biopersistente Fasern.

Das Verwendungsverbot nach Satz 1 beinhaltet kein Gebot des Entfernens, es sei denn, in Anhang IV ist eine abweichende Regelung getroffen.

(2) Absatz 1 gilt nicht für die ordnungsgem��e Abfallentsorgung, sofern in � 43 Abs. 2 und 3 oder Anhang IV nicht etwas besonderes bestimmt ist.

In der Fassung vom 1.M�rz.2003 durch Artikel 3 der Verordnung über die Entsorgung von Altholz (BGBl. 2002 Teil I Nr. 59 S.3302, ausgegeben zu Bonn am 23. August 2002) (2) Absatz 1 gilt nicht für die gemeinwohlvertr�gliche Abfallbeseitigung, sofern in � 43 Abs. 2 und 3 oder Anhang IV nicht etwas besonderes bestimmt ist.



� 15a Allgemeine Besch�ftigungsverbote und -beschr�nkungen

(1) Arbeitnehmer d�rfen den nachfolgend genannten besonders gef�hrlichen krebserzeugenden Gefahrstoffen nicht ausgesetzt sein:

  • 6-Amino-2-ethoxynaphthalin,
  • 4-Aminobiphenyl und seinen Salzen,
  • Asbest,
  • Benzidin und seinen Salzen,
  • Bis(chlormethyl)ether,
  • Cadmiumchlorid (in atembarer Form),
  • Chlormethyl-methylether,
  • Dimethylcarbamoylchlorid,
  • Hexamethylphosphors�uretriamid,
  • 2-Naphthylamin und seinen Salzen,
  • 4-Nitrodiphenyl,
  • 1,3-Propansulton,
  • N-Nitrosaminverbindungen,
  • Tetranitromethan,
  • 1,2,3-Trichlorpropan.

Satz 1 gilt nicht

  1. für Abbruch-, Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeiten an bestehenden Anlagen, Fahrzeugen, Geb�uden, Einrichtungen oder Ger�ten, die die in Satz 1 genannten Gefahrstoffe enthalten, soweit die Einhaltung des Gebotes nach Satz 1 nach dem Stand der Technik nicht möglich ist,
  2. für die besonders gef�hrlichen krebserzeugenden Nitrosamine nach Satz 1, die nach dem Stand der Technik unvermeidbar entstehen,
  3. für
  • N-Nitroso-methyl-tert.butylamin,
  • N-Nitroso-dibenzylamin,
  • N-Nitroso-dicyclohexylamin,
  • N-Nitroso-ethyl-tert.butylamin,
  • N-Nitroso-n-butyl-tert.butylamin,
  • N-Nitroso-diallylamin,
  • N-Nitroso-prolin,
  • N-Nitroso-N-methyl-3-aminopyridin,
  • N-Nitroso-N-methyl-4-aminopyridin,
  • Dinitrosopentamethylentetramin

und soweit sich bei den in Satz 1 genannten N-Nitrosaminverbindungen in Pr�fungen ein Hinweis auf krebserzeugende Wirkungen nicht ergeben hat.

(2) Bei Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten müssen beim Austausch die besonders gef�hrlichen krebserzeugenden Gefahrstoffe nach dem Stand der Technik durch Stoffe, Zubereitungen oder Erzeugnisse mit einem geringeren gesundheitlichen Risiko ersetzt werden.

(3) Abbruch-, Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten im Sinne des Absatzes 1 Satz 2 Nr. 1 d�rfen nur durchgef�hrt werden, wenn sichergestellt ist, dass die personelle und sicherheitstechnische Ausstattung des Unternehmens für diese Arbeiten geeignet ist. Eine ausreichende personelle Ausstattung liegt nur vor, wenn sachkundige Personen besch�ftigt werden. Der Nachweis der Sachkunde wird durch die erfolgreiche Teilnahme an einem von der zust�ndigen Beh�rde anerkannten Sachkundelehrgang erbracht. Abweichend von Satz 3 bedarf ein Sachkundelehrgang für Instandhaltungsarbeiten mit geringer Exposition der Arbeitnehmer lediglich einer Anzeige, jedoch nicht der beh�rdlichen Anerkennung.

(4) Wird die Ausl�seschwelle für krebserzeugende Gefahrstoffe überschritten, d�rfen Arbeitnehmer ohne pers�nliche Schutzausr�stung nicht mit Arbeiten besch�ftigt werden, bei denen es auf Grund des Arbeitsverfahrens, der Arbeitsorganisation oder der r�umlichen oder klimatischen Verh�ltnisse am Arbeitsplatz zu einer erh�hten Aufnahme der Gefahrstoffe über die Atmungsorgane oder die Haut kommen kann.

(5) Wird die Ausl�seschwelle für krebserzeugende Gefahrstoffe überschritten, d�rfen Arbeitnehmer t�glich nicht länger als acht Stunden und w�chentlich nicht länger als 40 Stunden - bei Vierschichtbetrieben 42 Stunden pro Woche im Durchschnitt von vier aufeinanderfolgenden Wochen - besch�ftigt werden.



� 15 b

(weggefallen)

((Kommentar: Besondere Besch�ftigungsbeschr�nkungen für besondere Personengruppen
(1) bis (4) aufgehoben (Anm.: Inhaltlich in JArbSchG aufgenommen)
(5) bis (7) aufgehoben (Anm.: Inhaltlich in MuSchRiV aufgenommen) ))



� 15c Verwendungsverbote für die Heimarbeit

(1) Sehr giftige, giftige, explosionsgef�hrliche, hochentz�ndliche, krebserzeugende, fortpflanzungsgef�hrdende, erbgutverändernde oder in sonstiger Weise den Menschen chronisch sch�digende Gefahrstoffe d�rfen nicht zur Verwendung in Heimarbeit überlassen werden.

(2) In Heimarbeit Besch�ftigte d�rfen nur solche Gefahrstoffe verwenden, die ihnen vom Auftraggeber oder Zwischenmeister überlassen worden sind.

(3) Wer Heimarbeit ausgibt oder weitergibt, hat für die in Heimarbeit Besch�ftigten in der nach � 20 Abs. 1 aufzustellenden Betriebsanweisung auch Ma�nahmen festzulegen, die nach Art der Heimarbeit, der verwendeten Arbeitseinrichtungen und Arbeitsverfahren zur Erf�llung der Vorschriften der �� 17, 19 und 22 erforderlich sind. Die Betriebsanweisung ist den in Heimarbeit Besch�ftigten vom Auftraggeber oder Zwischenmeister auszuh�ndigen.



� 15d Begasungen

(1) Begasungen mit sehr giftigen und giftigen Stoffen und Zubereitungen, die nicht als Biozid-Produkte einem Zulassungs- oder Registrierungsverfahren nach Abschnitt Ila des Chemikaliengesetzes unterliegen, (Begasungsmitteln) d�rfen nur mit folgenden Stoffen und Zubereitungen durchgef�hrt werden:

  1. Brommethan (Methylbromid),
  2. Cyanwasserstoff (Blaus�ure) sowie Stoffen und Zubereitungen, die zum Entwickeln oder Verdampfen von Cyanwasserstoff oder leicht fl�chtigen Cyanwasserstoffverbindungen dienen,
  3. Ethylenoxid,
  4. Phosphorwasserstoff und Phosphorwasserstoff entwickelnden Stoffen und Zubereitungen,
  5. Formaldehyd sowie Stoffen und Zubereitungen, die zum Entwickeln oder Verdampfen von Formaldehyd dienen,
  6. Sulfuryldifluorid.

Die Verwendung der in Satz 1 Nr. 1 bis 6 genannten Stoffe und Zubereitungen als Begasungsmittel darf nur unter den Voraussetzungen der Abs�tze 2 bis 4 erfolgen. für portionsweise verpackte Zubereitungen, die nicht mehr als 15 Gramm Phosphorwasserstoff entwickeln und zur Sch�dlingsbek�mpfung im Freien verwendet werden, bedarf es lediglich eines Bef�higungsscheines nach Anhang V Nr. 5. Satz 2 gilt auch, wenn die zust�ndige Beh�rde andere Begasungsmittel nach � 43 Abs. 8 zugelassen hat. Die Verwendung von Brommethan darf nur erfolgen zum Holzschutz in Bauwerken sowie für Erzeugnisse zum Export in Staaten, die eine Begasung mit Brommethan als Begasungsmittel im Sinne von Satz 1 Nr. 1 zwingend vorschreiben.

(2) Wer Begasungen mit den in Absatz 1 aufgef�hrten Begasungsmitteln durchf�hren will, bedarf der Erlaubnis der zust�ndigen Beh�rde entsprechend der Ma�gabe des Anhangs V Nr. 5.2. Bei allen Begasungen nach Satz 1 sind die allgemeinen und besonderen Vorschriften dieser Verordnung, insbesondere Anhang V Nr. 5 zu beachten. S�tze 1 und 2 gelten entsprechend für Begasungen mit sehr giftigen und giftigen Stoffen und Zubereitungen, die als Biozid-Produkte einem Zulassungs- oder Registrierungsverfahren nach Abschnitt Ila des Chemikaliengesetzes unterliegen.

(3) Als Begasungsmittel nach Absatz 1 Satz 1 Nr. 1, 2 und 4 d�rfen nur solche Stoffe und ihre Zubereitungen verwendet werden, die vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit zugelassen sind; in anderen F�llen kann die zust�ndige Beh�rde eine Pr�fung durch das Bundesinstitut für Risikobewertung oder die Bundesanstalt für Materialforschung und -Pr�fung verlangen.

(4) W�hrend der Befürderung d�rfen Schiffe nur mit Phosphorwasserstoff und Transportbeh�lter nur mit Phosphorwasserstoff und Brommethan begast werden. Ethylenoxid darf nur in vollautomatischen Begasungsanlagen verwendet werden.



� 15e Sch�dlingsbek�mpfung

Wer Sch�dlingsbek�mpfung

  1. gewerbsm��ig oder selbst�ndig im Rahmen sonstiger wirtschaftlicher Unternehmungen bei einem Dritten oder
  2. nicht nur  gelegentlich und in geringem Umfang im eigenen Betrieb, in dem Lebensmittel hergestellt, behandelt oder in Verkehr gebracht werden, oder in seiner in � 36 des Infektionsschutzgesetzes vom 20. Juli 2000 (BGBl. I S.1045) genannten Einrichtung

durchgef�hrt, hat die allgemeinen und besonderen Vorschriften der Verordnung, insbesondere Anhang V Nr. 6, zu beachten.



� 15f
Allgemeine Vorschriften zur Verwendung von Biozid-Produkten


Bei der Verwendung von Biozid-Produkten ist unbeschadet der �� 15d und 15e ordnungsgem�� und nach guter fachlicher Praxis zu verfahren. Biozid-Produkte d�rfen nicht verwendet werden, soweit der Verwender damit rechnen muss, dass ihre Verwendung im Einzelfall sch�dliche Auswirkungen auf die Gesundheit von Menschen oder von Tieren, die nicht Zielorganismen sind, oder auf die Umwelt hat. Die zust�ndige Beh�rde kann nach � 23 des Chemikaliengesetzes Ma�nahmen anordnen, die zur Erf�llung der in den S�tzen 1 und 2 genannten Anforderungen erforderlich sind. Zur ordnungsgem��en Verwendung geh�rt insbesondere, dass

  1. das Biozid-Produkt für den vorgesehenen Verwendungszweck unter Ber�cksichtigung der Anwendungsbedingungen geeignet ist und in geeigneter Weise ausgebracht wird,
  2. die Verwendung gem�� den in der Zulassung des jeweiligen Biozid-Produkts festgelegten Bedingungen und gem�� seiner Kennzeichnung erfolgt und
  3. der Einsatz von Biozid-Produkten durch eine sachgerechte Ber�cksichtigung physikalischer, biologischer, chemischer und sonstiger Alternativen einschlie�lich ihrer möglichen Kombinationen auf das notwendige Mindestma� begrenzt wird.

F�nfter Abschnitt
Allgemeine Umgangsvorschriften für Gefahrstoffe


� 16 Ermittlungspflicht

(1) Der Arbeitgeber, der mit einem Stoff, einer Zubereitung oder einem Erzeugnis umgeht, hat festzustellen, ob es sich im Hinblick auf den vorgesehenen Umgang um einen Gefahrstoff handelt. Der Arbeitgeber, der nicht über andere Erkenntnisse verf�gt, kann davon ausgehen, dass eine Kennzeichnung, die sich auf der Verpackung befindet, und dass Angaben, die in einer beigef�gten Mitteilung oder einem Sicherheitsdatenblatt enthalten sind, zutreffend sind. Das Ergebnis der Ermittlung nach Satz 1 ist, soweit dabei Gefahrstoffe festgestellt worden sind, der zust�ndigen Beh�rde auf Verlangen darzulegen.

(2) Der Arbeitgeber muss pr�fen, ob Stoffe, Zubereitungen oder Erzeugnisse mit einem geringeren gesundheitlichen Risiko als die von ihm in Aussicht genommenen erh�ltlich sind. Ist ihm die Verwendung dieser Stoffe, Zubereitungen und Erzeugnisse zumutbar und ist die Substitution zum Schutz von Leben und Gesundheit der Arbeitnehmer erforderlich, so darf er nur diese verwenden. Kann der Schutz von Leben und Gesundheit der Arbeitnehmer vor Gef�hrdung durch das Auftreten von Gefahrstoffen am Arbeitsplatz nicht durch andere Ma�nahmen gew�hrleistet werden, muss der Arbeitgeber pr�fen, ob durch �nderung des Herstellungs- und Verwendungsverfahrens oder durch den Einsatz von emissionsarmen Verwendungsformen von Gefahrstoffen deren Auftreten am Arbeitsplatz verhindert oder vermindert werden kann. Ist dies technisch möglich und dem Arbeitgeber zumutbar, muss der Arbeitgeber die erforderliche Verfahrens�nderung vornehmen oder die emissionsarmen Verwendungsformen anwenden. Das Ergebnis der Pr�fung nach den S�tzen 1 und 3 ist schriftlich festzuhalten und der zust�ndigen Beh�rde auf Verlangen vorzulegen.

(3) Verbleiben bei der Ermittlung nach Absatz 1 Ungewissheiten über die Gef�hrdung, hat der Hersteller oder Einf�hrer dem Arbeitgeber auf Verlangen die gef�hrlichen Inhaltsstoffe der Gefahrstoffe sowie die von den Gefahrstoffen ausgehenden Gefahren und die zu ergreifenden Ma�nahmen mitzuteilen. Der Arbeitgeber kann, auch soweit diese Angaben nach den Vorschriften des Dritten Abschnitts oder nach anderen Rechtsvorschriften nicht erforderlich sind, mindestens Angaben entsprechend Artikel 3 der Richtlinie 91/155/EWG verlangen.

(3a) Der Arbeitgeber ist verpflichtet, ein Verzeichnis aller nach den Abs�tzen 1 und 3 ermittelten Gefahrstoffe zu f�hren. Dies gilt nicht für Gefahrstoffe, die im Hinblick auf ihre gef�hrlichen Eigenschaften und Menge keine Gefahr für die Besch�ftigten darstellen. Das Verzeichnis muss mindestens folgende Angaben enthalten:

  1. Bezeichnung des Gefahrstoffes,
  2. Einstufung des Gefahrstoffes oder Angabe der gef�hrlichen Eigenschaften,
  3. Mengenbereiche des Gefahrstoffes im Betrieb,
  4. Arbeitsbereiche, in denen mit dem Gefahrstoff umgegangen wird.

Die Angaben k�nnen schriftlich festgehalten oder auf elektronischen DatenTrägern gespeichert werden. Das Verzeichnis ist bei wesentlichen �nderungen fortzuschreiben und mindestens einmal j�hrlich zu überprüfen. Es ist kurzfristig verf�gbar aufzubewahren und der zust�ndigen Beh�rde auf Verlangen vorzulegen.

(4) Bevor der Arbeitgeber Arbeitnehmer beim Umgang mit Gefahrstoffen besch�ftigt, hat er zur Feststellung der erforderlichen Ma�nahmen die mit dem Umgang verbundenen Gefahren zu ermitteln und zu beurteilen. Welche Ma�nahmen zur Abwehr der Gefahren zu treffen sind, die beim Umgang mit Gefahrstoffen entstehen k�nnen, hat der Arbeitgeber zu regeln, bevor er mit Gefahrstoffen umgeht.



� 17 Allgemeine Schutzpflicht

(1) Der Arbeitgeber, der mit Gefahrstoffen umgeht, hat die zum Schutz des menschlichen Lebens, der menschlichen Gesundheit und der Umwelt erforderlichen Ma�nahmen nach den allgemeinen und besonderen Vorschriften des F�nften und Sechsten Abschnitts einschlie�lich der dazugeh�rigen Anh�nge und den für ihn geltenden Arbeitsschutz- und Unfallverh�tungsvorschriften zu treffen. Im �brigen sind die allgemein anerkannten sicherheitstechnischen, arbeitsmedizinischen und hygienischen Regeln einschlie�lich der Regeln über Einstufung, Sicherheitsinformation und Arbeitsorganisation sowie die sonstigen gesicherten arbeitswissenschaftlichen Erkenntnisse zu beachten.

(2) Ma�nahmen zur Abwehr unmittelbarer Gefahren sind unverz�glich zu treffen.

(3) Bei den zu treffenden Schutzma�nahmen sind die Kennzeichnungen nach den �� 6, 7 und 12, insbesondere die Hinweise auf die besonderen Gefahren (R-S�tze) und die Sicherheitsratschl�ge (S-S�tze) sowie die Angaben in den Sicherheitsdatenbl�ttern nach � 14 zu beachten.



� 18 überwachungspflicht

(1) Ist das Auftreten eines oder verschiedener gef�hrlicher Stoffe in der Luft am Arbeitsplatz nicht sicher auszuschlie�en, so ist zu ermitteln, ob die Maximale Arbeitsplatzkonzentration, die Technische Richtkonzentration oder der Biologische Arbeitsplatztoleranzwert unterschritten oder die Ausl�seschwelle überschritten sind. Die Gesamtwirkung verschiedener gef�hrlicher Stoffe in der Luft am Arbeitsplatz ist zu beurteilen.

(2) Wer Messungen durchf�hrt, muss über die notwendige Sachkunde und über die notwendigen Einrichtungen verf�gen. Der Arbeitgeber, der eine Messstelle beauftragt, kann davon ausgehen, dass die von einer Messstelle festgestellten Erkenntnisse zutreffend sind, wenn die Messstelle von den Ländern anerkannt ist. Die L�nder regeln einvernehmlich das Verfahren der Anerkennung. Das Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung gibt die anerkannten Messstellen im Bundesarbeitsblatt bekannt.

(3) Die Ergebnisse der Ermittlungen und Messungen nach den Abs�tzen 1 und 2 sind aufzuzeichnen und mindestens drei�ig Jahre aufzubewahren. Sie sind der zust�ndigen Beh�rde auf Verlangen mitzuteilen; hinsichtlich der Biologischen Arbeitsplatztoleranzwerte gilt � 31 Abs. 1 entsprechend. Bei Betriebsstilllegung sind die Aufzeichnungen dem zust�ndigen UnfallversicherungsTräger auszuh�ndigen.

(4) Der Arbeitgeber hat bei den Ermittlungen und Messungen nach den Abs�tzen 1 und 2 die vom Ausschuss für Gefahrstoffe aufgestellten Verfahren und Messregeln heranzuziehen, in die die Verfahren und Messregeln der Richtlinien

  1. 88/642/EWG des Rates vom 16. Dezember 1988 zur �nderung der Richtlinie 80/1107/EWG zum Schutz der Arbeitnehmer vor der Gef�hrdung durch chemische, physikalische und biologische Arbeitsstoffe bei der Arbeit (ABl. EG Nr. L 356 S. 74),
  2. 91/322/EWG der Kommission vom 29. Mai 1991 zur Durchf�hrung der Richtlinie 88/642/EWG (ABl. EG Nr. L 177 S. 22),
  3. 82/605/EWG des Rates vom 28. Juli 1982 über den Schutz der Arbeitnehmer gegen Gef�hrdung durch metallisches Blei und seine Ionenverbindungen am Arbeitsplatz (ABl. EG Nr. L 247 S. 12),
  4. 78/610/EWG des Rates vom 29. Juni 1978 zur Angleichung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten über den Schutz der Gesundheit von Arbeitnehmern, die Vinylchlorid ausgesetzt sind (ABl. EG Nr. L 197 S. 12),
  5. 83/477/EWG des Rates vom 19. September 1983 über den Schutz der Arbeitnehmer gegen Gef�hrdung durch Asbest am Arbeitsplatz (ABl. EG Nr. L 263 S. 25)

in ihrer jeweiligen Geänderten, im Amtsblatt der Europ�ischen Gemeinschaften ver�ffentlichten Fassung übernommen sind. Die Verfahren und Messregeln werden vom Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung im Bundesarbeitsblatt bekanntgemacht.

(5) Die Abs�tze 1 bis 4 gelten nicht, wenn die Ausl�seschwelle für Gefahrstoffe bei bestimmungsgem��er Anwendung beh�rdlich oder berufsgenossenschaftlich anerkannter Verfahren oder Ger�te nicht überschritten wird. Satz 1 gilt nicht für die besonders gef�hrlichen krebserzeugenden Gefahrstoffe nach � 15a Abs. 1.



� 19 Rangfolge der Schutzma�nahmen

(1) Das Arbeitsverfahren ist so zu gestalten, dass gef�hrliche Gase, D�mpfe oder Schwebstoffe nicht frei werden, soweit dies nach dem Stand der Technik möglich ist. Das Arbeitsverfahren ist ferner so zu gestalten, dass die Arbeitnehmer mit gef�hrlichen festen oder fl�ssigen Stoffen oder Zubereitungen nicht in Hautkontakt kommen, soweit dies nach dem Stand der Technik möglich ist.

(2) Kann durch Ma�nahmen nach Absatz 1 nicht unterbunden werden, dass gef�hrliche Gase, D�mpfe oder Schwebstoffe frei werden, sind diese an ihrer Austritts- oder Entstehungsstelle vollst�ndig zu erfassen und anschlie�end ohne Gefahr für Mensch und Umwelt zu entsorgen, soweit dies nach dem Stand der Technik möglich ist.

(3) Ist eine vollst�ndige Erfassung nach Absatz 2 nicht möglich, so sind die dem Stand der Technik entsprechenden L�ftungsma�nahmen zu treffen.

(4) Ist die Sicherheitstechnik eines Arbeitsverfahrens fortentwickelt worden, hat sich diese bew�hrt und erh�ht sich die Arbeitssicherheit hierdurch erheblich, so hat der Arbeitgeber das nicht entsprechende Arbeitsverfahren soweit zumutbar innerhalb einer angemessenen Frist dieser Fortentwicklung anzupassen.

(5) Werden nach Durchf�hrung der Ma�nahmen nach den Abs�tzen 1 bis 3 die Maximale Arbeitsplatzkonzentration oder der Biologische Arbeitsplatztoleranzwert nicht unterschritten, hat der Arbeitgeber

  1. wirksame und hinsichtlich ihrer Trageeigenschaften geeignete pers�nliche Schutzausr�stungen zur Verfügung zu stellen und diese in gebrauchsf�higem, hygienisch einwandfreiem Zustand zu halten und
  2. dafür zu sorgen, dass die Arbeitnehmer nur so lange besch�ftigt werden, wie es das Arbeitsverfahren unbedingt erfordert und es mit dem Gesundheitsschutz vereinbar ist.

Satz 1 gilt auch, wenn mit allergischen Reaktionen zu rechnen ist. Die Arbeitnehmer müssen die zur Verfügung gestellten pers�nlichen Schutzausr�stungen benutzen. Das Tragen von Atemschutz und von Vollschutzanz�gen darf keine st�ndige Ma�nahme sein.

(6) Die Abs�tze 1 bis 3 und 5 gelten nicht für Verfahren, bei denen bestimmungsgem�� Gefahrstoffe freigesetzt werden und L�ftungsma�nahmen dem Verwendungszweck entgegenstehen. Die überwachungspflicht nach � 18 Abs. 1 entf�llt in diesen F�llen. Werden in diesen F�llen die Maximale Arbeitsplatzkonzentration oder der Biologische Arbeitsplatztoleranzwert nicht unterschritten, sind Ma�nahmen nach Absatz 5 zu treffen.



� 20 Betriebsanweisung

(1) Der Arbeitgeber hat eine arbeitsbereichs- und stoffbezogene Betriebsanweisung zu erstellen, in der auf die mit dem Umgang mit Gefahrstoffen verbundenen Gefahren für Mensch und Umwelt hingewiesen wird sowie die erforderlichen Schutzma�nahmen und Verhaltensregeln festgelegt werden; auf die sachgerechte Entsorgung entstehender gef�hrlicher Abf�lle ist hinzuweisen. Die Betriebsanweisung ist in verst�ndlicher Form und in der Sprache der Besch�ftigten abzufassen und an geeigneter Stelle in der Arbeitsst�tte bekanntzumachen. In der Betriebsanweisung sind auch Anweisungen über das Verhalten im Gefahrfall und über die Erste Hilfe zu treffen.

(2) Arbeitnehmer, die beim Umgang mit Gefahrstoffen besch�ftigt werden, müssen anhand der Betriebsanweisung über die auftretenden Gefahren sowie über die Schutzma�nahmen unterwiesen werden. Die Unterweisungen müssen vor der Besch�ftigung und danach mindestens einmal j�hrlich m�ndlich und arbeitsplatzbezogen erfolgen. Inhalt und Zeitpunkt der Unterweisungen sind schriftlich festzuhalten und von den Unterwiesenen durch Unterschrift zu best�tigen. Der Nachweis der Unterweisung ist zwei Jahre aufzubewahren.

 

� 21 Unterrichtung und Anh�rung der Arbeitnehmer in besonderen F�llen

(1) Der Arbeitgeber hat die betroffenen Arbeitnehmer oder, wenn ein Betriebs- oder Personalrat vorhanden ist, diesen

  1. bei der Ermittlung und Beurteilung nach � 16 Abs. 2 und 4 Satz 1 sowie bei der Regelung der Ma�nahmen nach � 16 Abs. 4 Satz 2 und � 17 Abs. 2 zu h�ren,
  2. wenn er Messungen nach � 18 durchf�hrt, über das Ergebnis der Messungen zur überwachung der Maximalen Arbeitsplatzkonzentrationen, der Technischen Richtkonzentrationen oder über das nicht personenbezogene Ergebnis der Messungen zur überwachung der Biologischen Arbeitsplatztoleranzwerte zu unterrichten, Einsicht in die Aufzeichnungen dieser Ergebnisse zu gew�hren und Ausk�nfte über deren Bedeutung zu geben,
  3. wenn er pers�nliche Schutzausr�stungen nach � 19 Abs. 5 zur Verfügung zu stellen hat, zur Auswahl der geeigneten Schutzausr�stungen und den Bedingungen, unter denen sie zu benutzen sind, zu h�ren.

Satz 1 Nr. 1 gilt entsprechend bei den Ermittlungen und Beurteilungen nach � 36 Abs. 1 und 2 Satz 1 und 2 sowie bei der Regelung der Ma�nahmen nach � 36 Abs. 2 Satz 3.

(2) Eine überschreitung der Maximalen Arbeitsplatzkonzentration, der Technischen Richtkonzentration oder der Ausl�seschwelle hat der Arbeitgeber den betroffenen Arbeitnehmern und dem Betriebs- oder Personalrat unverz�glich unter Angabe der Gründe mitzuteilen. Arbeitnehmer und Betriebs- oder Personalrat sind zu den zu treffenden Ma�nahmen zu h�ren. In dringenden F�llen hat der Arbeitgeber sie über die getroffenen Ma�nahmen unverz�glich zu unterrichten. Satz 2 gilt auch, wenn Ma�nahmen nach der überpr�fung des Arbeitsplatzes nach � 33 getroffen werden.

(3) über Messungen nach � 18 zur überwachung der Maximalen Arbeitsplatzkonzentration oder der Technischen Richtkonzentration sind Messprotokolle zu erstellen. Abschriften der Messprotokolle hat der Arbeitgeber dem Betriebs- oder Personalrat zug�nglich zu machen. Er hat Abschriften der Messprotokolle dem Betriebs- oder Personalrat auf Verlangen zu überlassen.

(4) Die Betriebs- oder Personalr�te haben das Recht, über die in den Vorschriften der �� 16 bis 20 vorgesehenen Ma�nahmen hinaus zur Abwendung gesundheitlicher Sch�den dem Arbeitgeber im Einzelfall zus�tzliche Schutzma�nahmen vorzuschlagen. Unterrichtungs- und Beteiligungspflichten nach anderen Rechtsvorschriften bleiben unber�hrt.

(5) Unterrichtungs- und Beteiligungspflichten gegenüber dem Betriebs- oder Personalrat sowie den Arbeitnehmern bestehen nur insoweit, als die betroffenen Arbeitnehmer Arbeitnehmer oder Besch�ftigte im Sinne des Betriebsverfassungsgesetzes oder der Personalvertretungsgesetze sind.

(6) Wird die Maximale Arbeitsplatzkonzentration oder die Technische Richtkonzentration oder der Biologische Arbeitsplatztoleranzwert nicht unterschritten und hilft der Arbeitgeber der dagegen erhobenen oder veranlassten Beschwerde nicht unverz�glich ab, so kann sich der einzelne Arbeitnehmer nach Aussch�pfung der innerbetrieblichen möglichkeiten unmittelbar an die für die überwachung zust�ndigen Stellen wenden. Besteht durch die überschreitungen nach Satz 1 eine unmittelbare Gefahr für Leben oder Gesundheit, hat der einzelne Arbeitnehmer das Recht, die Arbeit zu verweigern. Aus der Aus�bung der in den S�tzen 1 und 2 genannten Rechte d�rfen dem Arbeitnehmer keine Nachteile entstehen.

 

� 22 Hygienema�nahmen

(1) für den Verbrauch durch Arbeitnehmer im Betrieb bestimmte Nahrungs- und Genussmittel d�rfen nur so aufbewahrt werden, dass sie mit Gefahrstoffen nicht in Ber�hrung kommen.

(2) Arbeitnehmer, die beim Umgang mit sehr giftigen, giftigen, krebserzeugenden, fortpflanzungsgef�hrdenden oder erbgutverändernden Gefahrstoffen besch�ftigt werden, d�rfen in Arbeitsr�umen oder an ihren Arbeitspl�tzen im Freien keine Nahrungs- und Genussmittel zu sich nehmen. für diese Arbeitnehmer sind Bereiche einzurichten, in denen sie Nahrungs- und Genussmittel ohne Beeintr�chtigung ihrer Gesundheit durch Gefahrstoffe zu sich nehmen k�nnen.

(3) Arbeitnehmern, die beim Umgang mit sehr giftigen, giftigen, krebserzeugenden, fortpflanzungsgef�hrdenden oder erbgutverändernden Gefahrstoffen besch�ftigt werden, sind Waschr�ume sowie R�ume mit getrennten Aufbewahrungsmöglichkeiten für Stra�en- und Arbeitskleidung zur Verfügung zu stellen. Wenn es aus gesundheitlichen Gründen erforderlich ist, sind Umkleider�ume für Stra�en- und Arbeitskleidung zur Verfügung zu stellen, die durch einen Waschraum mit Duschen voneinander getrennt sind. Arbeits- und Schutzkleidung ist vom Arbeitgeber zu reinigen. Erforderlichenfalls ist sie geordnet zu entsorgen und vom Arbeitgeber zu ersetzen.

 

� 23 Verpackung und Kennzeichnung beim Umgang

(1) Gef�hrliche Stoffe, Zubereitungen und Erzeugnisse, die nach dem Dritten Abschnitt verpackungs- und kennzeichnungspflichtig sind, sind auch bei der Verwendung entsprechend dem Dritten Abschnitt zu kennzeichnen und zu verpacken.

(1a) Sichtbar verlegte Rohrleitungen, in denen nach dem Dritten Abschnitt kennzeichnungspflichtige gef�hrliche Stoffe oder Zubereitungen transportiert werden, sind entsprechend diesen Vorschriften zu kennzeichnen. Die Kennzeichnung muss in ausreichender H�ufigkeit und gut sichtbar in unmittelbarer N�he der gefahrentr�chtigen Stellen, wie Schiebern und Anschlussstellen, angebracht werden.

(2) Ammoniumnitrat und ammoniumnitrathaltige Zubereitungen nach Anhang V Nr. 2 sind mit der Aufschrift "Gefahrstoffverordnung" und der Bezeichnung "Ammoniumnitrat" oder "D�ngemittel mit Ammoniumnitrat" und der Gruppe nach Anhang V Nr. 2.2 zu kennzeichnen.

(3) Abweichend von Absatz 1 sind

  1. Beh�lter, die mit dem Boden fest verbunden sind,
  2. in Laboratorien und wissenschaftlichen Instituten sowie in Apotheken Standflaschen, in denen gef�hrliche Stoffe und Zubereitungen in einer für den Handgebrauch erforderlichen Menge enthalten sind,

mindestens mit der Angabe

a) der chemischen Bezeichnung des Stoffes oder der Zubereitung und der Bestandteile der Zubereitung,

b) des Gefahrensymbols mit der zugeh�rigen Gefahrenbezeichnung

zu kennzeichnen.

(4) Absatz 1 gilt nicht für

  1. Stoffe und Zubereitungen, die sich als Ausgangsstoffe oder Zwischenprodukte im Produktionsgang befinden, sofern den beteiligten Arbeitnehmern bekannt ist, um welche gef�hrlichen Stoffe oder Zubereitungen es sich handelt,
  2. zugelassene Pflanzenschutzmittel, die sich in Pflanzenschutzger�ten befinden.

(5) Die Kennzeichnung muss wegen ihrer Warnfunktion jederzeit gut lesbar sein; sie ist bei Bedarf zu reinigen, zu überprüfen und zu erneuern.

 

� 24 Aufbewahrung, Lagerung

(1) Gefahrstoffe sind so aufzubewahren oder zu lagern, dass sie die menschliche Gesundheit und die Umwelt nicht gef�hrden. Es sind dabei geeignete und zumutbare Vorkehrungen zu treffen, um den Missbrauch oder einen Fehlgebrauch nach möglichkeit zu verhindern. Bei der Aufbewahrung zur Abgabe oder zur sofortigen Verwendung müssen die mit der Verwendung verbundenen Gefahren erkennbar sein.

(2) Gefahrstoffe d�rfen nicht in solchen Beh�ltern, durch deren Form oder Bezeichnung der Inhalt mit Lebensmitteln verwechselt werden kann, aufbewahrt oder gelagert werden. Gefahrstoffe d�rfen nur übersichtlich geordnet und nicht in unmittelbarer N�he von Arzneimitteln, Lebens- oder Futtermitteln einschlie�lich der Zusatzstoffe aufbewahrt oder gelagert werden.

(3) Mit T+ oder T gekennzeichnete Stoffe und Zubereitungen sind unter Verschluss oder so aufzubewahren oder zu lagern, dass nur fachkundige Personen Zugang haben. Satz 1 gilt nicht für Ottokraftstoffe an Tankstellen.

 

� 25 Besondere Vorschriften für den Umgang mit bestimmten Gefahrstoffen

Wer als Arbeitgeber die in Anhang V bezeichneten Gefahrstoffe herstellt oder verwendet oder den dort genannten T�tigkeiten nachgeht, hat vorbehaltlich des Satzes 2 und unbeschadet der Vorschriften des Vierten und F�nften Abschnitts die in Anhang V festgelegten Vorschriften zu beachten. Anhang V Nr. 6 ist nur anzuwenden, soweit der Arbeitgeber die Voraussetzungen des � 15e erf�llt.

 

� 26 Sicherheitstechnik, Ma�nahmen bei Betriebsst�rungen und Unf�llen

(1) Werden Herstellungs- oder Verwendungsverfahren eingesetzt, bei denen mit Gefahrstoffen in technischen Anlagen oder unter Verwendung von technischen Arbeitsmitteln umgegangen wird, hat der Arbeitgeber die zum Schutz der Arbeitnehmer erforderlichen Ma�nahmen und Vorkehrungen nach dem Stand der Technik zu treffen.

(2) Der Arbeitgeber hat die erforderlichen Vorkehrungen zu treffen, um Betriebsst�rungen, bei denen Arbeitnehmer gef�hrdet werden k�nnen, zu verhindern und bei Betriebsst�rungen und bei Unf�llen die Gefahren für die Arbeitnehmer nach dem Stand der Technik zu begrenzen. Satz 1 gilt nicht, soweit entsprechende Vorschriften nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz bestehen.

(3) Der Arbeitgeber hat die Arbeitnehmer unverz�glich zu unterrichten, wenn diese bei Betriebszust�nden, die vom Normalbetrieb abweichen, au�ergew�hnlich erh�hten Konzentrationen von Gefahrstoffen ausgesetzt sein k�nnen. Dies kann insbesondere der Fall sein bei Betriebsst�rungen, bestimmten Instandhaltungsarbeiten oder Unf�llen.

(4) Solange die au�ergew�hnlich erh�hten Konzentrationen nicht beseitigt und dadurch Arbeitnehmer gef�hrdet sind, d�rfen nur die für Reparaturen und sonstige notwendige Arbeiten ben�tigten Arbeitnehmer Zugang zu den betroffenen Arbeitsbereichen haben. Den Arbeitnehmern müssen Schutzkleidung und Atemschutzger�te zur Verfügung gestellt werden. Die Exposition darf nicht von unbegrenzter Dauer sein und ist für jeden Arbeitnehmer auf das unbedingt erforderliche Mindestma� zu beschr�nken. Arbeitnehmer ohne pers�nliche Schutzausr�stung d�rfen nicht in den betroffenen Arbeitsbereichen besch�ftigt werden.

(5) Die Arbeitnehmer sind verpflichtet, die nach Absatz 4 zur Verfügung gestellten pers�nlichen Schutzausr�stungen zu benutzen.



� 27

(weggefallen)



� 28 Vorsorgeuntersuchungen

(1) Vorsorgeuntersuchungen sind

  1. arbeitsmedizinische Erstuntersuchungen vor Aufnahme der Besch�ftigung und
  2. arbeitsmedizinische Nachuntersuchungen w�hrend dieser Besch�ftigung

durch einen erm�chtigten Arzt nach � 30.

(2) Wird am Arbeitsplatz die Ausl�seschwelle für die in Anhang VI aufgef�hrten gef�hrlichen Stoffe oder Zubereitungen überschritten, so d�rfen Arbeitnehmer dort nur besch�ftigt werden, wenn sie innerhalb der in Anhang VI genannten Fristen Vorsorgeuntersuchungen unterzogen worden sind. Soweit ein arbeitsmedizinisch beGründeter stoffspezifischer Wert festgelegt ist, tritt dieser an die Stelle der Ausl�seschwelle nach Satz 1. Der Arbeitgeber hat die Untersuchungen auf seine Kosten zu veranlassen.

(3) Das Benutzen von Atemschutzger�ten befreit nicht von der Verpflichtung nach Absatz 2 Satz 1.

(4) Der Arbeitgeber hat dem Arzt auf Verlangen die zur Durchf�hrung der Vorsorgeuntersuchungen erforderlichen Ausk�nfte über die Arbeitsplatzverh�ltnisse zu erteilen und eine Besichtigung des Arbeitsplatzes zu ermöglichen.

(5) Bei überschreiten der Werte für

  • alveoleng�ngigen Feinstaub von 3 mg/m3 oder
  • einatembaren Staub von 10 mg/m3

sind arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen durchzuf�hren. Sofern die Staubexposition an Arbeitspl�tzen nicht mit ausreichender Sicherheit bekannt ist, hat der Arbeitgeber hierzu an staubbelasteten Arbeitspl�tzen durch Messungen festzustellen, ob die Werte nach Satz 1 eingehalten sind.

 

� 29 Zeitpunkt der Vorsorgeuntersuchungen

(1) Die Erstuntersuchung muss vor Beginn der Besch�ftigung vorgenommen werden. Sie darf nicht länger als zw�lf Wochen Zurückliegen.

(2) Die Frist für die Nachuntersuchung beginnt mit dem Zeitpunkt der letzten Vorsorgeuntersuchung. Nachuntersuchungen müssen innerhalb von sechs Wochen vor Ablauf der Nachuntersuchungsfrist vorgenommen werden. Abweichend von Satz 1 ist eine vorzeitige Nachuntersuchung erforderlich, wenn

  1. eine Bescheinigung über eine Vorsorgeuntersuchung nach � 31 Abs. 2 befristet oder unter einer entsprechenden Bedingung erteilt worden ist oder
  2. eine Erkrankung oder eine k�rperliche Beeintr�chtigung eine vorzeitige Nachuntersuchung angezeigt erscheinen l�sst oder
  3. Arbeitnehmer, die einen urs�chlichen Zusammenhang zwischen ihrer Erkrankung und ihrer T�tigkeit am Arbeitsplatz vermuten, eine Untersuchung w�nschen.

(3) Ist der Arbeitnehmer innerhalb von sechs Monaten nach dieser Verordnung oder nach anderen Rechtsvorschriften mehr als einmal einer Nachuntersuchung zu unterziehen, k�nnen die Nachuntersuchungen an einem Termin vorgenommen werden. Satz 1 gilt nicht, wenn die Nachuntersuchungsfrist weniger als ein Jahr betr�gt.

 

� 30 Erm�chtigte �rzte

�rzte, die Vorsorgeuntersuchungen vornehmen, müssen von der zust�ndigen Beh�rde nach � 41 Abs. 5 hierzu erm�chtigt sein.

 

� 31 �rztliche Bescheinigungen

(1) Der Arzt hat den Untersuchungsbefund schriftlich festzuhalten und den Untersuchten über den Untersuchungsbefund zu unterrichten.

(2) Der Arzt hat dem Arbeitgeber und dem untersuchten Arbeitnehmer eine Bescheinigung darüber auszustellen, ob und inwieweit der Arbeitnehmer zur Verwendung an dem Arbeitsplatz geeignet ist (Bescheinigung über das Untersuchungsergebnis) und dieser Bescheinigung etwaige Empfehlungen nach Absatz 3 Nr. 1 beizuf�gen. In der Bescheinigung ist darauf hinzuweisen, dass eine Entscheidung der zust�ndigen Beh�rde nach Absatz 5 herbeigef�hrt werden kann, wenn die Bescheinigung für unzutreffend gehalten wird.

(3) Im Falle gesundheitlicher Bedenken hat der Arzt

  1. dem Arbeitgeber schriftlich eine überpr�fung des Arbeitsplatzes zu empfehlen, wenn der untersuchte Arbeitnehmer infolge der Arbeitsplatzverh�ltnisse gef�hrdet erscheint und
  2. den untersuchten Arbeitnehmer in schriftlicher Form medizinisch zu beraten.

(4) Hat der Arzt dem Arbeitgeber eine Bescheinigung mit einer Empfehlung nach Absatz 3 Nr. 1 ausgestellt, hat der Arbeitgeber dies dem Betriebs- oder Personalrat mitzuteilen. Im Falle eines Besch�ftigungsverbotes hat er auch die zust�ndige Beh�rde zu unterrichten.

(5) H�lt der Arbeitgeber oder der untersuchte Arbeitnehmer die vom Arzt ausgestellte Bescheinigung für unzutreffend, so kann er die Entscheidung der zust�ndigen Beh�rde beantragen.

 

� 32

(weggefallen)

 

� 33 Ma�nahmen nach der Vorsorgeuntersuchung

Hat der Arzt eine Bescheinigung mit einer Empfehlung nach � 31 Abs. 3 Nr. 1 erteilt, darf der Arbeitgeber den Untersuchten an seinem Arbeitsplatz nur besch�ftigen oder weiterbesch�ftigen, wenn die Wirksamkeit der Ma�nahmen nach � 19 überpr�ft worden ist und für den Untersuchten gesundheitliche Bedenken nicht mehr bestehen. Auf dem Arbeitsplatz d�rfen andere Arbeitnehmer nur besch�ftigt werden, wenn feststeht, dass sie durch Ma�nahmen nach � 19 ausreichend gesch�tzt werden k�nnen.

� 34 Vorsorgekartei und Aufbewahren der �rztlichen Bescheinigungen

(1) für Arbeitnehmer, die nach dieser Verordnung �rztlich untersucht worden sind, ist von ihrem Arbeitgeber eine Vorsorgekartei zu f�hren. Der betroffene Arbeitnehmer oder eine von ihm bevollm�chtigte Person hat das Recht auf Einsichtnahme in die ihn betreffenden Angaben.

(2) Die Kartei muss für jeden Arbeitnehmer folgende Angaben enthalten:

  1. Vor- und Familienname, Geburtsdatum des betroffenen Arbeitnehmers,
  2. Wohnanschrift,
  3. Tag der Einstellung und des Ausscheidens,
  4. Ordnungsnummer,
  5. zust�ndiger KrankenversicherungsTräger,
  6. Art der vom Arbeitsplatz ausgehenden Gef�hrdungsmöglichkeiten,
  7. Art der T�tigkeit mit Angabe des Beginns und des Endes der T�tigkeit,
  8. Angabe von Zeiten über fr�here T�tigkeiten, bei denen eine Gef�hrdungsmöglichkeit bestand (soweit bekannt),
  9. Datum und Ergebnis der �rztlichen Vorsorgeuntersuchungen,
  10. Datum der n�chsten regelm��igen Nachuntersuchung,
  11. Name und Anschrift des untersuchenden Arztes,
  12. Name dessen, der die Vorsorgekartei f�hrt.

Die Angaben k�nnen in Dateiform auch auf sonstigen DatenTrägern gespeichert werden.

(3) Der Arbeitgeber hat die Kartei und die �rztlichen Bescheinigungen für jeden Arbeitnehmer bis zu dessen Ausscheiden aufzubewahren. Danach sind dem Arbeitnehmer der ihn betreffende Auszug aus der Kartei und die �rztlichen Bescheinigungen auszuh�ndigen. Der Arbeitgeber hat einen Abdruck des dem Arbeitnehmer ausgeh�ndigten Auszugs wie Personalunterlagen aufzubewahren.

(4) Der Arbeitgeber hat die Kartei so aufzubewahren, dass Unbefugte keinen Zugang haben. Die in der Kartei enthaltenen Angaben d�rfen unbefugten Dritten nicht offenbart werden.

Sechster Abschnitt
Zus�tzliche Vorschriften für den Umgang mit krebserzeugenden und erbgutverändernden Gefahrstoffen


� 35 Begriffsbestimmungen

(1) Krebserzeugende oder erbgutverändernde Gefahrstoffe im Sinne des Sechsten Abschnitts sind Stoffe und Zubereitungen, die krebserzeugend oder erbgutverändernd sind, sowie Stoffe, Zubereitungen und Erzeugnisse, aus denen bei der Herstellung oder Verwendung krebserzeugende oder erbgutverändernde Stoffe oder Zubereitungen entstehen oder freigesetzt werden k�nnen.

(2) Stoffe sind krebserzeugend im Sinne des Absatzes 1, wenn sie mit den Hinweisen auf besondere Gefahren R45 oder R49 gekennzeichnet sind oder in Anhang I der Richtlinie 67/548/EWG mit R45 oder R49 bezeichnet oder auf Grund sonstiger Erkenntnisse des Arbeitgebers als krebserzeugend in die Kategorie 1 oder 2 nach Anhang VI der Richtlinie 67/548/EWG einzustufen sind. Die Bekanntmachungen des Bundesministeriums für Arbeit und Sozialordnung nach � 52 Abs. 3 sind zu beachten.

(3) Zubereitungen sind als krebserzeugend im Sinne des Absatzes 1 anzusehen, sofern der Massengehalt - bei gasfürmigen Stoffen der Volumengehalt - an einem krebserzeugenden Stoff gleich oder gr��er als 0,1 vom Hundert betr�gt, soweit nicht in Anhang I der Richtlinie 67/548/EWG andere stoffspezifische Konzentrationsgrenzen festgelegt sind. Abweichend von Satz 1 gelten für die nachfolgend genannten krebserzeugenden Stoffe die jeweils zugeordneten besonderen Gehaltsgrenzen für den Massengehalt in der Zubereitung in Hundertteilen:

  • 6-Amino-2-ethoxynaphthalin 0,01
  • o-Aminoazotoluol 0,01
  • 4-Aminobiphenyl und seine Salze 0,01
  • Alpha,alpha,alpha-trichlor-toluol 0,01
  • Benzidin und seine Salze 0,01
  • Benzo(a)pyren 0,005
  • Bis(chlormethylether) 0,0005
  • 2,4-Butansulton 0,01
  • Cadmiumchlorid (in atembarer Form) 0,01
  • Chlormethyl-methylether 0,01
  • 4-Chlor-o-toluidin 0,01
  • 1,4-Dichlorbuten-2 0,01
  • 2,2'-Dichlordiethylsulfid 0,01
  • 3,3'-Dimethoxybenzidin und seine Salze 0,05
  • 3,3'-Dimethylbenzidin und seine Salze 0,05
  • Dimethylcarbamoylchlorid 0,0005
  • 1,2-Dimethylhydrazin 0,01
  • Hexamethylphosphors�uretriamid 0,0005
  • p-Kresidin 0,01
  • N-Methyl-bis(2-chlorethyl)amin 0,01
  • 2-Naphthylamin und seine Salze 0,01
  • 4-Nitrodiphenyl 0,01
  • N-Nitrosodiethanolamin 0,0005
  • N-Nitrosodiethylamin 0,0001
  • N-Nitrosodimethylamin 0,0001
  • N-Nitrosodi-n-butylamin 0,0001
  • N-Nitrosodi-n-propylamin 0,0001
  • N-Nitrosodi-i-propylamin 0,0005
  • N-Nitrosoethylphenylamin 0,0001
  • N-Nitrosomethylethylamin 0,0001
  • N-Nitrosomethylphenylamin 0,0001
  • N-Nitrosomorpholin 0,0001
  • N-Nitrosopiperidin 0,0001
  • N-Nitrosopyrrolidin 0,0005
  • 1,3-Propansulton 0,01
  • 2,3,7,8-Tetrachlordibenzo-p-dioxin 0,0000002
  • Tetranitromethan 0,001
  • 1,2,3-Trichlorpropan 0,01

(4) Krebserzeugende Gefahrstoffe im Sinne des Sechsten Abschnitts sind auch

  1. Buchenholzstaub und Eichenholzstaub. Die Vorschriften der �� 36 bis 38 gelten jedoch nur dann, wenn in einem Betrieb, Betriebsteil oder Arbeitsbereich, bezogen auf den gesamten j�hrlichen Holzeinsatz, in erheblichem Umfang Buchen- oder Eichenholz be- oder verarbeitet wird,
  2. Azofarbstoffe mit einer krebserzeugenden Aminkomponente. Zubereitungen von Azofarbstoffen mit krebserzeugender Aminkomponente sind nach Absatz 3 entsprechend ihrem Gehalt an potentiell durch reduktive Azospaltung freisetzbarem krebserzeugenden Amin und dem Gehalt des Azofarbstoffes in der Zubereitung als krebserzeugend einzustufen,
  3. Pyrolyseprodukte aus organischem Material. Es ist zul�ssig, als Bezugssubstanz für Pyrolyseprodukte mit krebserzeugenden polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen den Stoff Benzo(a)pyren zu wählen,
  4. Dieselmotoremissionen.

(5) Den krebserzeugenden Gefahrstoffen gleichgestellt sind ferner

a) die Herstellung von Auramin,

b) Arbeiten, bei denen Arbeitnehmer Staub, Rauch oder Nebel beim R�sten oder bei der elektrolytischen Raffination von Nickelmatte ausgesetzt sind.

(6) Stoffe sind erbgutverändernd im Sinne des Absatzes 1, wenn sie beim Inverkehrbringen mit den Hinweisen auf besondere Gefahren R46 gekennzeichnet oder in Anhang I der Richtlinie 67/548/EWG mit R46 bezeichnet oder auf Grund sonstiger Erkenntnisse des Arbeitgebers nach Anhang VI der Richtlinie 67/548/EWG in die Kategorie 1 oder 2 als erbgutverändernd einzustufen sind. Die Bekanntmachungen des Bundesministeriums für Arbeit und Sozialordnung nach � 52 Abs. 3 sind zu beachten.

(7) Zubereitungen sind erbgutverändernd im Sinne des Absatzes 1, sofern der Massengehalt - bei gasfürmigen Stoffen der Volumengehalt - an einem erbgutverändernden Stoff gleich oder gr��er als 0,1 vom Hundert betr�gt, soweit nicht in Anhang I der Richtlinie 67/548/EWG andere stoffspezifische Konzentrationsgrenzen festgelegt sind. Abweichend von Satz 1 gelten für die in Absatz 3 Satz 2 genannten Stoffe die dort zugeordneten besonderen Gehaltsgrenzen.

 

� 36 Zus�tzliche Ermittlungspflichten, Vorsorge- und Schutzma�nahmen beim Umgang mit krebserzeugenden Gefahrstoffen

(1) Der Arbeitgeber hat vor dem Umgang mit krebserzeugenden Gefahrstoffen zur umfassenden Bewertung aller Gefahren für jede T�tigkeit, bei der eine Exposition gegenüber krebserzeugenden Gefahrstoffen auftreten kann, Art, Ausma� und Dauer der Exposition der Arbeitnehmer zu ermitteln. Diese Bewertung muss in regelm��igen Abst�nden und bei jeder �nderung der Bedingungen, die sich auf die Exposition der Arbeitnehmer gegenüber krebserzeugenden Gefahrstoffen auswirken k�nnen, erneut vorgenommen werden.

(2) Krebserzeugende Gefahrstoffe müssen, soweit dies zumutbar und nach dem Stand der Technik möglich ist, durch Stoffe, Zubereitungen oder Erzeugnisse mit einem geringeren gesundheitlichen Risiko ersetzt werden, auch wenn dies mit einer �nderung des Herstellungs- oder Verwendungsverfahrens verbunden ist. Das Herstellungs- und Verwendungsverfahren muss, soweit dies zumutbar und nach dem Stand der Technik möglich ist, ge�ndert werden, wenn dadurch auf die Verwendung des krebserzeugenden Gefahrstoffes verzichtet oder das Auftreten des krebserzeugenden Gefahrstoffes am Arbeitsplatz verhindert werden kann. Ist eine Substitution nach Satz 1 oder 2 nicht möglich, so sind zur Vermeidung der Exposition der Arbeitnehmer technische und organisatorische Ma�nahmen nach den Abs�tzen 3 bis 8 zu treffen.

(3) Ist eine Substitution nach Absatz 2 Satz 1 oder 2 nicht möglich, so sind krebserzeugende Gefahrstoffe in geschlossenen Anlagen herzustellen oder zu verwenden, soweit dies nach dem Stand der Technik möglich ist. Arbeitnehmer d�rfen krebserzeugenden Gefahrstoffen nur ausgesetzt werden, wenn dies nach dem Stand der Technik unvermeidbar ist. Am Ende der Reaktion oder des Arbeitsvorgangs d�rfen krebserzeugende Gefahrstoffe als Verunreinigung oder Beimischung im isolierten End- oder Zwischenprodukt nur in einer Konzentration vorhanden sein, die nach dem Stand der Technik unvermeidbar ist.

(4) Zur Einhaltung des Expositionsverbotes nach � 15a Abs. 1 d�rfen besonders gef�hrliche krebserzeugende Gefahrstoffe nur in geschlossenen Anlagen hergestellt oder verwendet werden. Werden Arbeitnehmer im Rahmen der Ausnahmebestimmungen des � 15a Abs. 1 Satz 2, des � 43 Abs. 7 oder der übergangsbestimmungen des � 54 Abs. 1 den besonders gef�hrlichen krebserzeugenden Gefahrstoffen ausgesetzt, so muss Bildung und Ausbreitung der Gefahrstoffe nach dem Stand der Technik soweit wie möglich begrenzt werden.

(5) Ist eine Exposition gegenüber krebserzeugenden Stoffen unvermeidbar, so hat der Arbeitgeber dafür zu sorgen, dass die Technische Richtkonzentration unterschritten wird. Wird die Technische Richtkonzentration nicht unterschritten, gilt � 19 Abs. 5 entsprechend. Wird die Ausl�seschwelle nicht unterschritten, gilt � 19 Abs. 5 Satz 1, 2 und 4 entsprechend.

(6) Beim Umgang mit krebserzeugenden Gefahrstoffen am Arbeitsplatz sind zus�tzlich folgende Ma�nahmen zu ergreifen:

  1. Die Menge der krebserzeugenden Gefahrstoffe am Arbeitsplatz ist so weit wie möglich zu begrenzen.
  2. Die Zahl der in den betroffenen Arbeitsbereichen jeweils t�tigen Arbeitnehmer ist so gering wie möglich zu halten.
  3. Arbeitsbereiche, in denen mit krebserzeugenden Stoffen umgegangen wird, sind von anderen Arbeitsbereichen deutlich abzugrenzen und nur solchen Arbeitnehmern zug�nglich zu machen, die sie zur Aus�bung ihrer Arbeit oder zur Durchf�hrung bestimmter Aufgaben betreten müssen. Unbefugten ist der Zutritt zu untersagen. Die betroffenen Arbeitsbereiche sind so zu gestalten, dass ihre Reinigung jederzeit möglich ist.
  4. Arbeitsbereiche, in denen mit krebserzeugenden Gefahrstoffen umgegangen wird, sind durch geeignete Warn- und Sicherheitszeichen sowie mit dem Zeichen "Essen, Trinken und Rauchen verboten" zu kennzeichnen.
  5. Krebserzeugende Gefahrstoffe sind in geeigneten, dicht verschlie�baren und gekennzeichneten Beh�ltern zu lagern, aufzubewahren und zu transportieren.
  6. Reststoffe und Abf�lle, die krebserzeugende Gefahrstoffe enthalten, sind in geeigneten, sicher verschlie�baren und gekennzeichneten Beh�ltern ohne Gefahr für Mensch und Umwelt zu sammeln, zu lagern und zu entsorgen. Im Falle von Buchenholzstaub und Eichenholzstaub ist eine Kennzeichnung der Beh�lter nicht erforderlich.
  7. Die Beh�lter für krebserzeugende Gefahrstoffe und für Abf�lle, die krebserzeugende Gefahrstoffe enthalten, sind beim Umgang klar, eindeutig und sichtbar mindestens mit den Angaben
    a) der Bezeichnung des Stoffes oder der Zubereitung und der Bestandteile der Zubereitung und
    b) der Gefahrensymbole und der dazugeh�rigen Gefahrenbezeichnungen
    zu kennzeichnen. Satz 1 gilt nicht in den F�llen des � 23 Abs. 4. Bei Beh�ltnissen für Abf�lle aus Laboratorien, die krebserzeugende Gefahrstoffe enthalten, kann die Kennzeichnung entfallen; diese sind mit einer charakterisierenden Bezeichnung des Abfalls, die weitgehend die enthaltenen Stoffe und Stoffgruppen ber�cksichtigt, und den Gefahrensymbolen und -bezeichnungen zu versehen. Bei der Einstufung der Abf�lle hinsichtlich der krebserzeugenden und reproduktionstoxischen Eigenschaften ist von der h�chsten zu erwartenden Gefahr auszugehen.
  8. für Notf�lle, bei denen Arbeitnehmer ungew�hnlich hohen Konzentrationen an krebserzeugenden Gefahrstoffen ausgesetzt sein k�nnen, sind geeignete Vorkehrungen zu treffen.
  9. Alle R�ume, Anlagen und Ger�te sind regelm��ig zu reinigen.

(7) In Arbeitsbereiche, in denen mit krebserzeugenden Gefahrstoffen umgegangen wird, darf abgesaugte Luft nicht Zurückgef�hrt werden. Abweichend von Satz 1 darf die in einem Arbeitsbereich abgesaugte Luft dorthin Zurückgef�hrt werden, wenn sie unter Anwendung beh�rdlicher oder berufsgenossenschaftlich anerkannter Verfahren oder Ger�te ausreichend von krebserzeugenden Stoffen gereinigt ist. Die Luft muss dann so gef�hrt oder gereinigt werden, dass krebserzeugende Stoffe nicht in die Atemluft anderer Arbeitnehmer gelangen.

(8) Absatz 7 Satz 2 und 3 gilt nicht für die besonders gef�hrlichen krebserzeugenden Gefahrstoffe nach � 15a Abs. 1. Satz 1 gilt nicht für Asbest, sofern bei Arbeiten nach � 15a Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 eine Entsorgung nur mit ortsbeweglichen Einrichtungen, deren Abluft nach dem Stand der Technik nicht ins Freie geleitet werden kann, möglich ist.

 

� 37 Anzeige

(1) Der zust�ndigen Beh�rde sind unverz�glich, sp�testens 14 Tage vor Beginn der Herstellung oder Verwendung anzuzeigen:

  1. Herstellungsverfahren, in welchen ein krebserzeugender Gefahrstoff vorkommt, entstehen oder freigesetzt werden kann, sowie die
  2. Verwendung eines krebserzeugenden Gefahrstoffes.

(2) Die Anzeige muss insbesondere folgende Angaben enthalten:

  1. die Stoffidentit�t, die Eigenschaften und die Menge des krebserzeugenden Gefahrstoffes,
  2. eine Beschreibung des Herstellungs- oder des Verwendungsverfahrens oder der Verwendung einschlie�lich der durchzuf�hrenden T�tigkeiten, des Verwendungszwecks, der Verwendungsart sowie der vorgesehenen Funktion des Gefahrstoffes,
  3. die getroffenen Schutzma�nahmen und, falls vorgesehen, Art und Qualit�t der zu verwendenden Schutzausr�stung,
  4. das Ergebnis der Ermittlung nach � 36 Abs. 1 und beGründende Angaben, warum
    a) keine Substitution nach � 36 Abs. 2 Satz 1 möglich ist,
    b) das Auftreten des Gefahrstoffes am Arbeitsplatz nicht zu vermeiden ist,
  5. die Zahl der Arbeitnehmer, die mit dem Gefahrstoff umgehen,
  6. Art und Ausma� der Exposition durch den Gefahrstoff, insbesondere Messergebnisse, soweit sie vorliegen.

(3) Der zust�ndigen Beh�rde ist unverz�glich nach Auswertung, sp�testens jedoch innerhalb von sechs Monaten nach der erstmaligen Anzeige, das Ergebnis der Ermittlungen nach � 18 Abs. 1 mitzuteilen.

(4) In der Anzeige ist bei Abbruch-, Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeiten an und in bestehenden Anlagen, Einrichtungen, Fahrzeugen (mit Ausnahme von Stra�enfahrzeugen), Geb�uden oder Ger�ten, die besonders gef�hrliche krebserzeugende Gefahrstoffe nach � 15a Abs. 1 enthalten, zus�tzlich der Nachweis zu erbringen, dass die personelle und sicherheitstechnische Ausstattung des Unternehmens nach � 15a Abs. 3 für diese Arbeiten geeignet ist. Abweichend von Satz 1 kann bei zugelassenen Unternehmen nach � 39 Abs. 1 die Beif�gung der Zulassung in der Anzeige gen�gen.

(5) Die Anzeige nach Absatz 2 ist zu wiederholen beim Wechsel der Arbeitsst�tte sowie bei wesentlichen �nderungen

  1. des Herstellungsverfahrens oder der Verwendung,
  2. der Schutzma�nahmen,
  3. der Zahl der Arbeitnehmer, die mit dem Gefahrstoff umgehen,
  4. des Ergebnisses der Pr�fung nach � 16 Abs. 2 in Verbindung mit � 36 Abs. 2,

sp�testens jedoch nach f�nf Jahren. Satz 1 gilt nicht für gleichartige T�tigkeiten geringen Umfanges.

(6) Der Arbeitgeber hat den betroffenen Arbeitnehmern oder, wenn ein Betriebs- oder Personalrat vorhanden ist, diesem Abdrucke der Anzeigen nach den Abs�tzen 1 bis 5 zur Kenntnis zu geben.

(7) Die Abs�tze 1 und 2 gelten nicht, wenn krebserzeugende Gefahrstoffe

  1. zum Zweck der überpr�fung ihrer Eigenschaften oder ihrer Zusammensetzung oder
  2. als Vergleichssubstanz für analytische Untersuchungen

verwendet werden.

(8) Die Abs�tze 1 und 2 gelten nicht, wenn krebserzeugende Gefahrstoffe zum Zweck der Forschung oder für Lehr- und Ausbildungszwecke hergestellt und verwendet werden, soweit es sich bezogen auf den krebserzeugenden Gefahrstoff und das Arbeitsziel nicht um regelm��ig wiederkehrende T�tigkeiten handelt. Die nach Satz 1 notwendigen Anzeigen für regelm��ig wiederkehrende T�tigkeiten sind abweichend von Absatz 1 bereitzuhalten und zu aktualisieren und der zust�ndigen Beh�rde auf Anfrage zu übermitteln.

(9) Die Abs�tze 1 und 5 gelten nicht für den Umgang mit Dieselmotoremissionen im Freien und in geschlossenen Arbeitsbereichen ohne Freisetzung von Dieselmotoremissionen in den Arbeitsbereich sowie für die Abgabe von benzolhaltigen Ottokraftstoffen an Tankstellen.

 

� 38

(weggefallen)



� 39 Umgang mit Asbest bei Abbruch- und Sanierungsarbeiten

(1) Abbruch- und Sanierungsarbeiten an oder in bestehenden Anlagen, Bauten oder Fahrzeugen, die schwach gebundene Asbestprodukte enthalten, d�rfen nur von Unternehmen durchgef�hrt werden, die von der zust�ndigen Beh�rde zur Durchf�hrung dieser Arbeiten zugelassen worden sind. Die Zulassung ist auf schriftlichen Antrag des Unternehmers zu erteilen, wenn die Nachweise nach � 37 Abs. 4 im notwendigen Umfang vorgelegt wurden.

(2) Vor dem Beginn von Abbruch- und Sanierungsarbeiten an baulichen Anlagen und vor dem Entfernen von asbesthaltigen Materialien aus Geb�uden, Ger�ten sowie auf Schiffen ist ein Arbeitsplan aufzustellen und mit der Anzeige nach � 37 der zust�ndigen Beh�rde vorzulegen. Der Arbeitsplan muss mindestens folgende Angaben enthalten:

  1. Art und voraussichtliche Dauer der Arbeiten,
  2. Ort und Ausf�hrung der Arbeiten,
  3. vorgesehene Arbeitsweise und die vorgesehenen Schutzma�nahmen,
  4. Angaben über pers�nliche Schutzausr�stungen,
  5. Einrichtungen zum Schutz und zur Dekontamination der Arbeitnehmer und anderer Personen, die im Gefahrenbereich t�tig sind,
  6. Nachweis über die vorgesehene ordnungsgem��e Entsorgung.

Vor dem Beginn von Abbrucharbeiten an baulichen Anlagen sind asbesthaltige Produkte nach dem Stand der Technik zu entfernen und geordnet zu entsorgen. Bei Sanierungsarbeiten sind vor dem Beginn der Arbeiten asbesthaltige Produkte, soweit notwendig, zu entfernen sowie geordnet zu entsorgen.

 

� 40 Erbgutverändernde Gefahrstoffe

für den Umgang mit erbgutverändernden Gefahrstoffen gelten die Vorschriften der �� 36 bis 38 entsprechend.

Siebter Abschnitt
Beh�rdliche Anordnungen und Entscheidungen


� 41 Beh�rdliche Anordnungen und Befugnisse

(1) Ist damit zu rechnen, dass ein Arbeitnehmer an seiner Gesundheit gesch�digt werden kann, wenn er mit Gefahrstoffen umgeht, kann die zust�ndige Beh�rde anordnen, dass der Arbeitnehmer nur weiter besch�ftigt werden darf, nachdem er von einem Arzt untersucht worden ist. Die Vorschriften der �� 28 bis 34 sind entsprechend anzuwenden.

(2) Die zust�ndige Beh�rde kann die in dieser Verordnung vorgesehenen Fristen für Vorsorgeuntersuchungen

  1. für Arbeitnehmer verKürzen, für die festgestellt worden ist, dass sie den Gefahrstoffen in besonders starkem Ma�e ausgesetzt sind oder für die es der Arzt infolge ihres Gesundheitszustandes für notwendig h�lt,
  2. für Arbeitnehmer verlängern, für die festgestellt worden ist, dass sie Gefahrstoffen in besonders geringem Ma�e ausgesetzt sind.

(3) Die zust�ndige Beh�rde kann verlangen, dass sie von dem Arzt, der eine arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung durchgef�hrt hat, in anonymisierter Form über den Untersuchungsbefund unterrichtet wird, soweit es sich um die Konzentration eines Stoffes oder seines Umwandlungsproduktes im K�rper oder die dadurch ausgel�ste Abweichung eines biologischen Indikators von seiner Norm handelt.

(4) Die zust�ndige Beh�rde kann vor einer Entscheidung nach � 31 Abs. 5 ein �rztliches Gutachten einholen. Die Kosten des �rztlichen Gutachtens sind vom Arbeitgeber zu tragen.

(5) Die zust�ndige Beh�rde kann die Erm�chtigung nach � 30 erteilen, wenn der Antragsteller

  1. zur Aus�bung des �rztlichen Berufes berechtigt ist,
  2. die erforderlichen besonderen Fachkenntnisse besitzt und
  3. über die notwendige Einrichtung und Ausstattung verf�gt.

(6) Die zust�ndige Beh�rde kann über die nach � 23 des Chemikaliengesetzes möglichen Anordnungen hinaus die Ma�nahmen anordnen, die der Arbeitgeber im Einzelfall zur Erf�llung der sich aus dem Vierten, F�nften und Sechsten Abschnitt dieser Verordnung ergebenden Pflichten zu treffen hat. Dabei kann sie insbesondere anordnen, dass der Arbeitgeber

  1. unabh�ngig von einer bestehenden Rechtsverordnung nach � 19 des Chemikaliengesetzes die zur Abwendung besonderer Gefahren notwendigen Ma�nahmen treffen muss,
  2. festzustellen hat, ob und in welchem Umfang ein vermuteter Gefahrenzustand tats�chlich besteht und welche Ma�nahmen zur Abwendung der Gefahren getroffen werden müssen,
  3. die Arbeit einzustellen hat, bei der die Arbeitnehmer gef�hrdet sind, wenn er die zur Abwendung der Gefahr angeordneten notwendigen Ma�nahmen nicht innerhalb der gesetzten Frist oder sofort ausf�hrt.

Bei Gefahr im Verzug k�nnen die Anordnungen auch gegen Aufsichtspersonen erlassen werden.

(7) Die zust�ndige Beh�rde kann im Einzelfall über die Verpflichtung des Arbeitgebers nach � 18 Abs. 1 hinaus verlangen zu ermitteln, ob sowohl die Maximale Arbeitsplatzkonzentration oder die Technische Richtkonzentration als auch der Biologische Arbeitsplatztoleranzwert unterschritten werden.

(8) Die zust�ndige Beh�rde kann dem Arbeitgeber die Verwendung krebserzeugender Gefahrstoffe untersagen:

  1. bei besonders gef�hrlichen krebserzeugenden Gefahrstoffen nach � 15a Abs. 1, wenn deren Verwendung nicht erforderlich ist,
  2. bei krebserzeugenden sowie erbgutverändernden Gefahrstoffen der Kategorie 1 oder 2 mit Ausnahme der in Nummer 1 genannten, wenn deren Verwendung nicht erforderlich ist und durch ein Verbot keine unverh�ltnism��ige H�rte entstehen w�rde.

Satz 1 gilt nicht, wenn krebserzeugende oder erbgutverändernde Gefahrstoffe zum Zweck der Forschung hergestellt oder verwendet werden oder zum Zweck der Pr�fung ihrer Eigenschaften oder ihrer Zusammensetzung oder als Vergleichssubstanz für analytische Untersuchungen verwendet werden.

(9) (weggefallen)

(10) Die zust�ndige Beh�rde kann verlangen, dass Verzeichnisse, die auf elektronischen DatenTrägern bereit gehalten werden, jederzeit lesbar gemacht werden.

(11) Die zust�ndige Beh�rde kann verlangen, dass ihr Sicherheitsdatenbl�tter nach � 14 vorgelegt werden.



� 42 Ausnahmen von den Vorschriften des Dritten Abschnitts

Die zust�ndige Beh�rde kann im Einzelfall zulassen, dass die Vorschriften der �� 6 und 7 auf das Inverkehrbringen von Stoffen oder Zubereitungen ganz oder teilweise nicht angewendet werden, wenn es sich um brandfürdernde, leichtentz�ndliche, entz�ndliche, gesundheitssch�dliche oder reizende Stoffe oder Zubereitungen in so geringer Menge handelt, dass eine Gef�hrdung beim Umgang nicht zu befürchten ist. Satz 1 gilt nicht für Biozid-Produkte.



� 43 Ausnahmen von den Vorschriften des Vierten Abschnitts

(1) Die zust�ndige Beh�rde kann auf schriftlichen Antrag des Arbeitgebers Ausnahmen von den Verboten des � 15a Abs. 4 und 5, der �� 15c und 15d sowie des Anhangs IV Nr. 3, 4, 5, 6, 7, 8, 10, 11 Abs. 1 und 22 in Verbindung mit � 15 zulassen, wenn

  1. der Arbeitgeber eine andere, ebenso wirksame Ma�nahme trifft oder
  2. die Durchf�hrung der Vorschrift im Einzelfall zu einer unverh�ltnism��igen H�rte f�hren w�rde und die Abweichung mit dem Schutz der betroffenen Arbeitnehmer vereinbar ist.

(2) Die zust�ndige Beh�rde kann auf schriftlichen Antrag Ausnahmen von den Verboten des Anhangs IV Nr. 12 Abs. 1 zulassen, wenn die Stoffe, Zubereitungen oder Erzeugnisse

  1. zur Synthese anderer Stoffe eingesetzt werden oder als Nebenprodukt anfallen oder
  2. zu Forschungszwecken verwendet werden

und ausreichende Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz der Arbeitnehmer und der Umwelt getroffen sind, sowie die schadlose Abfallentsorgung gew�hrleistet ist.

(3) Die zust�ndige Beh�rde kann auf schriftlichen Antrag Ausnahmen von den Verboten des Anhangs IV Nr. 13.1 Abs. 1 und 2 für Forschungs- und Analysezwecke zulassen, wenn ausreichende Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz der Arbeitnehmer und der Umwelt getroffen worden sind.

(3a) Abweichend von Anhang IV Nr. 13.1 Abs. 2 d�rfen die dort genannten Erzeugnisse, die bis zum 1. April 1992 in den Verkehr gebracht worden sind, weiter verwendet werden.

(4) (aufgehoben)

(5) Die zust�ndige Beh�rde kann auf schriftlichen Antrag für einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren Ausnahmen von dem Verbot der Verwendung nach Anhang IV Nr. 14 Abs. 1 zulassen, sofern die dort genannten Stoffe, Zubereitungen und Erzeugnisse zum Zweck der Verarbeitung unter chemischer Umwandlung des in ihnen enthaltenen PCB und PCT als Ausgangs- oder Zwischenprodukte in einer immissionsschutzrechtlich genehmigten oder dieser gleichgestellten Anlage eingesetzt werden sollen, die Endprodukte nicht dem Verbot des Anhangs IV Nr. 14 Abs. 1 unterliegen und Gefahren für Leben oder Gesundheit des Menschen oder für die Umwelt nicht entstehen k�nnen; dieser Zeitraum kann auf schriftlichen Antrag jeweils um ein Jahr verlängert werden. Die Verlängerung nach Satz 1 ist l�ngstens bis zum 31. Dezember 2010 zul�ssig.

(6) In besonders beGründeten Einzelf�llen kann die zust�ndige Beh�rde auf schriftlichen Antrag, l�ngstens für f�nf Jahre mit der möglichkeit der Verlängerung, Ausnahmen von dem Verbot der Verwendung nach Anhang IV Nr. 14 Abs. 1 zulassen, wenn

  1. PCB- oder PCT-haltige Hydraulikfl�ssigkeiten für untert�gige Bergwerksanlagen gegen Hydraulikfl�ssigkeiten, die kein PCB oder PCT enthalten oder weniger gef�hrlich sind als PCB oder PCT, ausgetauscht werden sollen oder
  2. PCB- oder PCT-haltige Transformatoren zum Ausgleich des normalen Schwunds der K�hlfl�ssigkeit mit Stoffen oder Zubereitungen, die kein PCB oder PCT enthalten oder weniger gef�hrlich sind als PCB oder PCT, wieder aufgef�llt werden sollen,

sofern sich die Ger�te in gutem Betriebszustand befinden und Vorkehrungen getroffen sind, dass Gefahren für Leben oder Gesundheit des Menschen oder für die Umwelt nicht entstehen k�nnen. Die Verlängerung nach Satz 1 ist l�ngstens bis zum 31. Dezember 2010 zul�ssig. Ger�te nach Satz 1, die mehr als f�nf Liter PCB-haltiger Fl�ssigkeit enthalten, sind durch ein leicht erkennbares schwarz umrandetes Warnschild mit schwarzer Aufschrift "PCB" auf gelbem oder wei�em Grund zu kennzeichnen, das mindestens die Abmessung 148 x 297 Millimeter haben soll. Die Buchstaben sollen eine H�he von 80 Millimeter und eine Breite von 15 Millimeter aufweisen, Bilden mehrere Ger�te auf Grund ihres engen r�umlichen Zusammenhangs eine Gruppe mit einem Gesamtinhalt von mehr als f�nf Litern PCB-haltiger Fl�ssigkeit, gilt Satz 3 entsprechend. Sind PCB-haltige Ger�te in einem besonderen Betriebsraum untergebracht, ist auch dieser an den Zug�ngen nach Satz 3 gesondert zu kennzeichnen.

(7) Die zust�ndige Beh�rde kann im Einzelfall auf schriftlichen Antrag Ausnahmen von den Verboten des � 15a Abs. 1 und Anhang IV Nr. 1 zulassen, wenn nach dem Stand der Technik die Einhaltung der Verbote nicht möglich ist.

(7a) Die zust�ndige Beh�rde hat im Einzelfall auf schriftlichen Antrag Ausnahmen von den Verboten des � 15a Abs. 1 Satz 1 und des Anhangs IV Nr. 1 Abs. 1 für die Herstellung und für das Verwenden chrysotilhaltiger Diaphragmen für die Chloralkalielektrolyse in bestehenden Anlagen einschlie�lich der zu ihrer Herstellung ben�tigten asbesthaltigen Rohstoffe zuzulassen, soweit und solange

  1. asbestfreie Ersatzstoffe, Zubereitungen oder Erzeugnisse nicht auf dem Markt angeboten werden oder
  2. die Verwendung der asbestfreien Ersatzstoffe, Zubereitungen oder Erzeugnisse zu einer unzumutbaren H�rte f�hrt und

sofern die Konzentration an Asbestfeinstaub in der Luft am Arbeitsplatz unterhalb von 1 000 F/m3 liegt.

(8) Die zust�ndige Beh�rde kann im Einzelfall auf schriftlichen Antrag des Arbeitgebers abweichend von � 15d Abs. 1 die Verwendung anderer Begasungsmittel zulassen, wenn diese vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit zugelassen sind; in anderen F�llen kann die zust�ndige Beh�rde eine Pr�fung durch das Bundesinstitut für Risikobewertung oder die Bundesanstalt für Materialforschung und -Pr�fung verlangen. Satz 1 gilt auch für Begasungen, die zur Pr�fung und Anerkennung von Begasungsverfahren mit neuen Begasungsmitteln erforderlich sind. S�tze 1 und 2 gelten nicht für Biozid-Produkte, die einem Zulassungs- oder Registrierungsverfahren nach Abschnitt Ila des Chemikaliengesetzes unterliegen. 

(9) Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit kann Ausnahmen von dem Verbot nach Anhang IV Nr. 20 in Verbindung mit � 15 Abs. 1 zu Forschungs- und Analysezwecken sowie zur Synthese anderer Stoffe zulassen. Die Genehmigung kann unter Bedingungen erteilt und mit Auflagen verbunden werden.

 

� 44 Ausnahmen von den Vorschriften des F�nften und Sechsten Abschnitts

(1) Die zust�ndige Beh�rde kann auf schriftlichen Antrag des Arbeitgebers Ausnahmen von den Vorschriften des � 17 Abs. 1 Satz 1 zulassen, wenn

  1. der Arbeitgeber eine andere, ebenso wirksame Ma�nahme trifft oder
  2. die Durchf�hrung der Vorschrift im Einzelfall zu einer unverh�ltnism��igen H�rte f�hren w�rde und die Abweichung mit dem Schutz der betroffenen Arbeitnehmer vereinbar ist.

(2) Von den in � 17 Abs. 1 Satz 2 genannten Regeln und Erkenntnissen darf abgewichen werden, wenn eine ebenso wirksame Ma�nahme getroffen wird. Auf Verlangen der zust�ndigen Beh�rde ist dies im Einzelfall nachzuweisen.

(3) Die zust�ndige Beh�rde kann auf schriftlichen Antrag des Arbeitgebers abweichend von � 37 Abs. 2 eine vereinfachte Anzeige zulassen.

Achter Abschnitt
Straftaten und Ordnungswidrigkeiten


� 45

(weggefallen)

 � 46

(weggefallen)

 

� 47 Heimarbeitsgesetz

(1) Ordnungswidrig im Sinne des � 32 Abs. 1 Nr. 1 des Heimarbeitsgesetzes handelt, wer vors�tzlich oder fahrl�ssig

  1. entgegen � 15c Abs. 1 die dort genannten Stoffe zur Verwendung in Heimarbeit überl�sst oder
  2. entgegen � 15c Abs. 3 Satz 2 einem in Heimarbeit Besch�ftigten keine Betriebsanweisung aush�ndigt.

(2) Wer durch eine in Absatz 1 bezeichnete vors�tzliche Zuwiderhandlung einen in Heimarbeit Besch�ftigten in seiner Arbeitskraft oder Gesundheit gef�hrdet, ist nach � 32 Abs. 3, 4 des Heimarbeitsgesetzes strafbar.

 

� 48 Chemikaliengesetz - Kennzeichnung und Verpackung

Ordnungswidrig im Sinne des � 26 Abs. 1 Nr. 5 Buchstabe c des Chemikaliengesetzes handelt, wer vors�tzlich oder fahrl�ssig

  1. entgegen � 12 Abs. 2 Satz 2 ein dort genanntes Erzeugnis nicht, nicht richtig, nicht vollst�ndig oder nicht rechtzeitig kennzeichnet,
  2. entgegen � 14 Abs. 1 oder 2 ein Sicherheitsdatenblatt nicht, nicht richtig, nicht vollst�ndig oder nicht rechtzeitig übermittelt,
  3. entgegen � 14 Abs. 3 einen Hinweis nicht, nicht richtig oder nicht rechtzeitig gibt.

 

� 49 Chemikaliengesetz - Anzeige

(1) Ordnungswidrig im Sinne des � 26 Abs. 1 Nr. 6b des Chemikaliengesetzes handelt, wer vors�tzlich oder fahrl�ssig entgegen � 5 Abs. 3 oder 4 eine Mitteilung nicht, nicht richtig, nicht vollst�ndig oder nicht rechtzeitig macht.

(2) Ordnungswidrig im Sinne des � 26 Abs. 1 Nr. 7 des Chemikaliengesetzes handelt, wer vors�tzlich oder fahrl�ssig

  1. entgegen � 17 Abs. 1 in Verbindung mit Anhang V Nr. 2.4.2.3 Abs. 1 oder 2, jeweils auch in Verbindung mit Abs. 3, oder Nr. 5.2 Abs. 1 Satz 2 oder Nr. 5.2.2 Abs. 1 Satz 1 oder Abs. 2 oder Nr. 6.3.2 Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 2 oder
  2. entgegen � 37 Abs. 1, 2, 3 oder 4 Satz 1 oder Abs. 5

eine Anzeige nicht, nicht richtig, nicht vollst�ndig oder nicht rechtzeitig erstattet.

 

� 50 Chemikaliengesetz - Umgang

(1) Ordnungswidrig im Sinne des � 26 Abs. 1 Nr. 8 Buchstabe b des Chemikaliengesetzes handelt, wer als Arbeitgeber vors�tzlich oder fahrl�ssig

  1. entgegen � 15a Abs. 1 Satz 1 Arbeitnehmer den dort genannten Gefahrstoffen aussetzt,
  2. entgegen � 15a Abs. 2 nicht die dort genannten Gefahrstoffe durch die vorgeschriebenen Stoffe, Zubereitungen und Erzeugnisse ersetzt,
  3. entgegen � 15a Abs. 3 Satz 1 bis 3 Abbruch-, Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten ohne die dort geforderte personelle Ausstattung des Unternehmens durchf�hrt,
  4. entgegen � 15a Abs. 4 Arbeitnehmer ohne pers�nliche Schutzausr�stung bei überschreiten der Ausl�seschwelle mit den dort genannten Arbeiten besch�ftigt,
  5. (weggefallen),
  6. (weggefallen),
  7. entgegen � 16 Abs. 2 Satz 5 das Ergebnis der Pr�fung nicht vorlegt,
  8. entgegen � 16 Abs. 3a Satz 1 in Verbindung mit Satz 3 ein Verzeichnis nicht, nicht richtig oder nicht vollst�ndig f�hrt,
  9. entgegen � 17 Abs. 1 in Verbindung mit Anhang V Nr. 1.2.1.1 Abs. 1 Nr. 2, 3, 4, 5, 6 oder 7 einen Arbeitnehmer mit den dort genannten Arbeiten an Innenfl�chen und Einbauten von R�umen und Beh�ltern besch�ftigt,
  10. (weggefallen),
  11. entgegen � 17 Abs. 1 in Verbindung mit Anhang V Nr. 4.2.1 nicht dafür sorgt, dass Waschr�ume mit Duschen zur Verfügung gestellt werden,

    11a. entgegen � 17 Abs. 1 in Verbindung mit Anhang V Nr. 7.3 Abs. 1 Satz 1 oder Abs. 4 Satz 1 eine Anzeige nicht, nicht richtig, nicht vollst�ndig, nicht in der vorgeschriebenen Weise oder nicht rechtzeitig erstattet,

    11 b. entgegen � 17 Abs. 1 in Verbindung mit Anhang V Nr. 8.3 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 Satz 1 oder Abs. 3 eine Gef�hrdungsbeurteilung nicht oder nicht rechtzeitig durchf�hrt, nicht oder nicht rechtzeitig dokumentiert oder nicht oder nicht rechtzeitig wiederholt,

    11 c. entgegen � 17 Abs. 1 in Verbindung mit Anhang V Nr. 8.4.4 Abs. 2 Satz 1 das Rauchen oder die Verwendung von offenem Feuer oder offenem Licht nicht verbietet,

    11 d. entgegen � 17 Abs. 1 in Verbindung mit Anhang V Nr. 8.4.4 Abs. 3 oder Nr. 8.4.5 Abs. 4 einen dort genannten Bereich nicht oder nicht richtig kennzeichnet,

  12. entgegen � 18 Abs. 3 Satz 2 erster Halbsatz die ermittelten Werte nicht, nicht richtig, nicht vollst�ndig oder nicht rechtzeitig mitteilt,
  13. entgegen � 19 Abs. 5 Satz 1 Nr. 1, auch in Verbindung mit Abs. 6 Satz 3, geeignete pers�nliche Schutzausr�stungen nicht zur Verfügung stellt oder nicht in ordnungsgem��em Zustand h�lt,
  14. entgegen � 20 Abs. 1 Satz 1 eine Betriebsanweisung nicht erstellt oder entgegen � 20 Abs. 1 Satz 2 nicht in der Sprache der Besch�ftigten abfasst oder nicht an geeigneter Stelle bekannt macht,
  15. entgegen � 20 Abs. 2 Satz 1, 3 oder 4 die Arbeitnehmer nicht vor der Besch�ftigung oder danach mindestens einmal j�hrlich unterweist oder Inhalt oder Zeitpunkt der Unterweisungen nicht schriftlich festh�lt oder nicht durch Unterschrift best�tigen l�sst,
  16. (weggefallen),
  17. entgegen � 23 Abs. 1 oder 2 dort bezeichnete Stoffe, Zubereitungen oder Erzeugnisse nicht vorschriftsgem�� verpackt oder kennzeichnet,
  18. entgegen � 23 Abs. 3 ortsfeste Beh�lter oder Standflaschen nicht oder nicht in der vorgeschriebenen Weise kennzeichnet,
  19. entgegen � 24 Abs. 3 Satz 1 die dort aufgef�hrten Stoffe oder Zubereitungen nicht in der vorgeschriebenen Weise aufbewahrt oder lagert,
  20. entgegen � 28 Abs. 2 Satz 1 einen Arbeitnehmer, bei dem die Vorsorgeuntersuchung nicht vorgenommen worden ist, besch�ftigt oder weiter besch�ftigt,
  21. entgegen � 33 Satz 1 oder 2 einen Arbeitnehmer besch�ftigt oder weiter besch�ftigt oder
  22. entgegen � 39 Abs. 1 Satz 1 die dort genannten Arbeiten ohne Zulassung durch die zust�ndige Beh�rde durchf�hrt.

(2) Wer durch eine in Absatz 1 bezeichnete Handlung das Leben oder die Gesundheit eines anderen oder fremde Sachen von bedeutendem Wert gef�hrdet, ist nach � 27 Abs. 2 bis 4 des Chemikaliengesetzes strafbar.

 

� 51 Chemikaliengesetz - Herstellungs- und Verwendungsverbote

Nach � 27 Abs. 1 Nr. 1, Abs. 2 bis 4 des Chemikaliengesetzes wird bestraft, wer vors�tzlich oder fahrl�ssig

  1. entgegen � 15 in Verbindung mit Anhang IV Nr. 1 Abs. 1, Nr. 2 Satz 1, Nr. 9 Satz 1, Nr. 12 Abs. 1, Nr. 13.1 Abs. 1, Nr. 14 Abs. 1, Nr. 15 Satz 1, Nr. 18 Abs. 1 oder Nr. 20 die dort aufgef�hrten Stoffe, Zubereitungen oder Erzeugnisse herstellt oder verwendet,
  2. entgegen � 15 in Verbindung mit Anhang IV Nr. 4 Satz 1, Nr. 5 Abs. 1, Nr. 13.1 Abs. 2, Nr. 17.1 Abs. 2 Satz 1 oder Nr. 19 Abs. 1 die dort aufgef�hrten Stoffe, Zubereitungen oder Erzeugnisse verwendet,
  3. entgegen � 15 in Verbindung mit Anhang IV Nr. 3 Abs. 1 oder 2, Nr. 6 Abs. 1, Nr. 7, Nr. 8, Nr. 17.1 Abs. 1 Satz 1, Nr. 17.2 Abs. 1 oder Nr. 17.3 Abs. 1 die dort aufgef�hrten Stoffe, Zubereitungen oder Erzeugnisse zu den in diesen Vorschriften jeweils genannten Zwecken verwendet,
  4. entgegen � 15 in Verbindung mit Anhang IV Nr. 10 die dort genannten Dekorationsgegenst�nde herstellt,
  5. entgegen � 15 in Verbindung mit Anhang IV Nr. 11 Abs. 1 die dort aufgef�hrten Stoffe, Zubereitungen oder Erzeugnisse au�erhalb geschlossener Anlagen verwendet,
  6. entgegen � 15 in Verbindung mit Anhang IV Nr. 11 Abs. 2 Satz 1 die dort aufgef�hrten Stoffe, Zubereitungen oder Erzeugnisse in anderen als gewerblich genutzten R�umen verwendet,
  7. entgegen � 15 in Verbindung mit Anhang IV Nr. 16 Isopropanol nach dem Starke S�ure-Verfahren herstellt,
  8. entgegen � 15d Abs. 1 Satz 1, 2, 4 oder 5 Begasungen durchf�hrt,
  9. entgegen � 15d Abs. 2 Satz 1 Begasungen ohne Erlaubnis durchf�hrt oder
  10. entgegen � 15e in Verbindung mit � 25 Sch�dlingsbek�mpfungen durchf�hrt, ohne die in Anhang V Nr. 6 vorgesehene Sachkunde nachweisen zu k�nnen.

Neunter Abschnitt
Schlussvorschriften


� 52 Ausschuss für Gefahrstoffe

(1) Zur Beratung in Fragen des Arbeitsschutzes einschlie�lich der Einstufung und Kennzeichnung nach dieser Verordnung wird beim Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung der Ausschuss für Gefahrstoffe gebildet, der sich aus folgenden sachverst�ndigen Mitgliedern zusammensetzt:

  • 7 Vertreter der Gewerkschaften,
  • 1 Vertreter der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverb�nde,
  • 1 Vertreter des Bundesverbandes der Deutschen Industrie,
  • 1 Vertreter des Verbandes der Chemischen Industrie,
  • 2 Vertreter der Hersteller von Gefahrstoffen,
  • 2 Vertreter von Betrieben, die Gefahrstoffe in den Verkehr bringen,
  • 2 Vertreter von Betrieben, in denen mit Gefahrstoffen umgegangen wird,
  • 6 Vertreter der zust�ndigen Beh�rden der L�nder,
  • 1 Vertreter der Bergbeh�rden,
  • 3 Vertreter der Träger der gesetzlichen Unfallversicherung,
  • 1 Vertreter der Kommission zur Pr�fung gesundheitssch�dlicher Arbeitsstoffe der Deutschen Forschungsgemeinschaft,
  • 1 Vertreter der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin,
  • 1 Vertreter des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit,
  • 1 Vertreter der Bundesanstalt für Materialforschung und -pr�fung,
  • 1 Vertreter des Umweltbundesamtes,
  • 1 Vertreter des Bundesinstitutes für Risikobewertung,
  • 1 Vertreter der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt,
  • 1 Vertreter des Verbandes Deutscher Werks- und Betriebs�rzte,
  • 1 Vertreter des Vereins Deutscher Sicherheitsingenieure,
  • 3 Vertreter der Wissenschaft,
  • 1 Vertreter der Hochschulverwaltungen,
  • 1 Vertreter der Arbeitsgemeinschaft der Verbraucher.

(2) Zu den Aufgaben des Ausschusses nach Absatz 1 geh�rt es,

  1. die in � 17 Abs. 1 Satz 2 bezeichneten Regeln und Erkenntnisse über den Umgang mit Gefahrstoffen zu ermitteln,
  2. zu ermitteln, wie die in den Vorschriften der Verordnung gestellten Anforderungen erf�llt werden k�nnen,
  3. dem jeweiligen Stand von Wissenschaft, Technik und Medizin entsprechende Vorschriften vorzuschlagen.

Das Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung kann die in � 17 Abs. 1 Satz 2 bezeichneten Regeln und Erkenntnisse, insbesondere die vom Ausschuss für Gefahrstoffe nach Satz 1 Nr. 1 ermittelten Regeln und Erkenntnisse sowie die vom Ausschuss für Gefahrstoffe nach Satz 1 Nr. 2 ermittelten Verfahrensregeln zur Erf�llung der von der Verordnung gestellten Anforderungen im Bundesarbeitsblatt bekannt geben.

(3) Das Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung kann nach Beratung durch den Ausschuss für Gefahrstoffe Stoffe bekannt geben, bei denen nach gesicherter wissenschaftlicher Erkenntnis von einer krebserzeugenden, erbgutverändernden oder fortpflanzungsgef�hrdenden Wirkung für die Besch�ftigten auszugehen ist.

(4) Das Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung kann nach Beratung durch den Ausschuss für Gefahrstoffe die Maximalen Arbeitsplatzkonzentrationen, die Technischen Richtkonzentrationen und die Biologischen Arbeitsplatztoleranzwerte sowie den arbeitsmedizinisch beGründeten stoffspezifischen Wert nach � 28 Abs. 2 bekannt geben.

(5) Die Mitgliedschaft im Ausschuss für Gefahrstoffe ist ehrenamtlich.

(6) Das Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung beruft die Mitglieder des Ausschusses und für jedes Mitglied einen Stellvertreter. Der Ausschuss gibt sich eine Gesch�ftsordnung und w�hlt den Vorsitzenden aus seiner Mitte. Die Gesch�ftsordnung und die Wahl des Vorsitzenden bed�rfen der Zustimmung des Bundesministeriums für Arbeit und Sozialordnung.

(7) Die Bundesministerien sowie die zust�ndigen obersten Landesbeh�rden haben das Recht, zu den Sitzungen des Ausschusses Vertreter zu entsenden. Diesen Vertretern ist auf Verlangen in der Sitzung das Wort zu erteilen.

(8) Die Gesch�fte des Ausschusses f�hrt die Bundesanstalt für Arbeitsschutz.



� 53

(weggefallen)



� 54 übergangsvorschriften

(1) Anhang IV Nr. 1 Abs. 1, � 15a Abs. 1 und � 37 Abs. 2 Nr. 4 gelten bis zum 31. Dezember 2010 nicht für die Herstellung und für das Verwenden chrysotilhaltiger Diaphragmen für die Chloralkalielektrolyse in bestehenden Anlagen einschlie�lich der zu ihrer Herstellung ben�tigten asbesthaltigen Rohstoffe, soweit

  1. asbestfreie Ersatzstoffe, Zubereitungen oder Erzeugnisse nicht auf dem Markt angeboten werden oder
  2. die Verwendung der asbestfreien Ersatzstoffe, Zubereitungen oder Erzeugnisse zu einer unzumutbaren H�rte f�hrt und

sofern die Konzentration an Asbestfeinstaub in der Luft am Arbeitsplatz unterhalb 1000 F/m3 liegt.

(2) Anhang IV Nummer 14 Abs. 1 Nr. 7 und 8 und Abs. 4 gilt nicht für Erzeugnisse, in denen PCB-haltige Bauteile eingebaut sind,

  1. bis zur Au�erbetriebnahme des Erzeugnisses, sp�testens jedoch bis 31. Dezember 2010, sofern das Bauteil mehr als 100 Milliliter, jedoch nicht mehr als ein Liter PCB-haltiger Fl�ssigkeit enth�lt,
  2. bis zur Au�erbetriebnahme des Erzeugnisses, sofern das Bauteil bis zu 100 Milliliter PCB-haltiger Fl�ssigkeit enth�lt,
    und das Erzeugnis bereits am 29. Juli 1989 in Betrieb war.

(3) Die Vorschriften des Sechsten Abschnitts für die in � 35 Abs. 4 genannten Dieselmotoremissionen gelten für Betriebe des untert�gigen Bergbaus nicht bis zum 31. Dezember 2000.

(4) Anhang V Nr. 7.2 und Nr. 7.3 gilt bis zum 1. Oktober 2003 nicht für den Umgang mit k�nstlichen Mineralfasern, bei denen die Halbwertszeit nach intratrachealer Instillation von 2 mg einer Fasersuspension von Fasern mit einer L�nge gr��er 5 �m, einem Durchmesser kleiner 3 �m und einem L�nge-zu-Durchmesser-Verh�ltnis von gr��er 3:1 (WHO-Fasern) weniger als 65 Tage betr�gt und die zur Gew�hrleistung eines ausreichenden Brandschutzes für die Verwendung in folgenden Einsatzbereichen vorgesehen sind:

  1. Schiffsbau bei Brandschutzanforderungen nach A 60,
  2. Schalld�mpferanlagen für Kraftfahrzeuge oder
  3. untert�giger Bergbau.          (Inkrafttreten des Abs. 21 zum 1.10.  2000)

(5) Zubereitungen sind unbeschadet der Abs�tze 6 und 7 bis zum 29. Juli 2002 nach den Vorschriften des zweiten und dritten Abschnitts in der bis zum 9. Juli 2002 geltenden Fassung einzustufen, zu kennzeichnen und zu verpacken.

(6) Pflanzenschutzmittel sind bis zum 29. Juli 2004 nach den Vorschriften des zweiten und dritten Abschnitts in der bis zum 9. Juli 2002 geltenden Fassung einzustufen, zu kennzeichnen und zu verpacken. für Pflanzenschutzmittel besteht bis zum 29. Juli 2004 keine Verpflichtung zur Vorlage eines Sicherheitsdatenblatts nach � 14.

(7) Biozid-Produkte im Sinne des � 3b des Chemikaliengesetzes sind bis zum 29. Juli 2004 nach den bis zum 9. Juli 2002 geltenden Vorschriften des zweiten und dritten Abschnitts mit Ausnahme von � 4b Abs. 2, auch in Verbindung mit Abs. 3, � 7 Abs. 2 und � 14 Abs. 4 Nr. 2 einzustufen, zu kennzeichnen und zu verpacken.

(8) Die Verpackung und Kennzeichnung eines als Insektizid, Akarizid, Rodentizid, Avizid oder Molluskizid im Sinne von Anhang V der Richtlinie 98/8/EG zugelassenen Biozid-Produkts, das bis zum 29. Juli 2004 auch als Pflanzenschutzmittel in den Verkehr gebracht werden soll, muss den Anforderungen der Abs�tze 6 und 7 entsprechen; die Verpackung und Kennzeichnung darf nicht im Widerspruch zu den Bedingungen der Zulassung als Biozid-Produkt stehen.

(9) Anhang IV Nr. 21 gilt bis zum 30. Juni 2003 nicht 

  1. in nichtintegrierten Aluminiumgie�ereien, die Spezialg�sse für Zwecke herstellen, für die hohe Qualit�ts- und Sicherheitsnormen gelten und die einen durchschnittlichen Tagesverbrauch von weniger als 1,5 kg Hexachlorethan haben und
  2. für die Kornfeinung bei der Herstellung der Magnesiumlegierungen AZ81, AZ91 und AZ92.